Kropp : Ein Grundstein fürs Rathaus

Kropps Bürgervorsteher Klaus Lorenzen versenkt die Zeitkapsel.
Kropps Bürgervorsteher Klaus Lorenzen versenkt die Zeitkapsel.

Kropps neues Rathaus soll im März 2019 fertig sind. Das Richtfest ist für den 13. Juli geplant.

shz.de von
11. April 2018, 07:50 Uhr

Am 26. April 2016 hatten die Kropper Gemeindevertreter den Bau eines neuen Rathauses beschlossen, gestern fand jetzt die Grundsteinlegung statt. Das Einbringen der Zeitkapsel sei ein wichtiger Meilenstein für das Gebäude, „das schon sehr lange geplant wurde“, meinte Bürgermeister Stefan Ploog in einer Ansprache vor rund 60 Gästen. Im Forum neben der Baustelle zeichnete er die Planungsgeschichte nach, die im März 2015 mit der Diskussion über eine Sanierung des alten Rathauses begonnen hatte. „Nach reiflichen Überlegungen und vielen Berechnungen wurde die Möglichkeit eines Neubaus geprüft“, erzählte er – und letztlich ein Jahr später auch beschlossen.

Nachdem bei der Wahl des Architekten die Ausschreibung versäumt und nachgeholt werden musste, verzögerten sich die Arbeiten zunächst. Diese „Irritationen“ hätten ihn sehr geärgert, so Ploog. Schließlich rollten am 20. Juni 2017 die Abrissbagger. Das Ausschachten der Baugrube erfolgte am 29. November „gegen zehn Uhr“, sagte der Bürgermeister. Mittlerweile „sind schon die Ausmaße des Gebäudes und erste Details wie Fahrstuhl und Treppenhaus erkennbar“, meinte er.

Wenn die Fortschritte in dem Tempo weiter gehen, wird am 13. Juli Richtfest gefeiert – einem Freitag. „Abergläubisch sind wir nicht“, betonte Stefan Ploog und schmunzelte. Nach jetzigem Stand soll der 1400 Quadratmeter große und rund vier Millionen Euro teure Neubau im März 2019 offiziell übergeben werden. „Festlegen werde ich mich aber selbstverständlich heute nicht.“

Mit einem modernen, barrierefreien Gebäude werde die Gemeindeverwaltung im Wettbewerb um Fachkräfte zukunftsfähig aufgestellt, so Ploog. Doch nicht nur für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter soll es ein „Haus der offenen Türen“ werden, sondern auch für die Bevölkerung. Dabei dankte er seinen Kollegen für ihre Geduld, da sie für die Bauphase enger zusammenrücken mussten. „Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird. Und es wir auf jeden Fall besser“, sagte er.

Zwar ist der Blick fest auf die Zukunft gerichtet, dennoch wurde an der Tradition der Grundsteinlegung festgehalten. Inhalt der Zeitkapsel sind aktuelle Euro-Münzen, Printmedien und eine frisch unterzeichnete Urkunde, aber auch D-Mark und Zeitungen vom 24. November 1967 – dem Tag der Grundsteinlegung des alten Rathauses. Die alte Zeitkapsel sei bei den Abbrucharbeiten in letzter Sekunde gefunden worden, berichtete Ploog: „Während des Brechens der Steine auf dem Förderband.“ Zuvor war die Kapsel nicht aufgetaucht, obwohl ihm ein ehemaliger Handwerker, der am Bau vor 50 Jahren beteiligt gewesen war, den Standort genannt hatte.

Nachdem Bürgervorsteher Klaus Lorenzen die neue Kapsel in der Außenmauer verdenkt hatte, griff Stefan Ploog beherzt zur Maurerkelle und verschloss das Loch im Kalksandstein.

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