Schleswig : Ein Farbtupfer für das Jugendzentrum

Alle Beteiligten freuen sich über einen gelungenen Abschluss des Projektes, das von dem Hamburger Spraykünstler Lennart Lamoller (4. von links) geleitet wurde.
Alle Beteiligten freuen sich über einen gelungenen Abschluss des Projektes, das von dem Hamburger Spraykünstler Lennart Lamoller (4. von links) geleitet wurde.

Zehn Teilnehmer verschönerten im Rahmen eines sozialen Projektes einen Container.

shz.de von
11. August 2018, 12:00 Uhr

Der Himmel ist zwar etwas grau, aber dafür strahlen die Farben des Containers vor dem Jugendzentrum umso mehr. Zwei Wochen hatten die Jugendlichen täglich von 11 bis 14 Uhr Zeit, unter der Leitung des Hamburger Spraykünstlers Lennart Lamoller ihre eigenen kreativen Visionen zu verwirklichen. Dabei wurde neben kleinen Theorieteilen hauptsächlich praxisorientiert gearbeitet, sagt Lamoller. „Hauptsache, wir hatten Spaß“, beschreibt er das Motto. Die entstandenen Kunstwerke wurden gestern der Stadt Schleswig übergeben.

Dieses Mirkoprojekt wurde von Philipp Spetzke geleitet und ist Teil des Konzeptes „Jugend fördern an der Schlei“, für das Petra Klenke Ansprechpartnerin ist. Sie erklärt, dass ein Mirkoprojekt immer einen Mehrwert haben muss, der hier auf jeden Fall gegeben ist. Ziel war es, dass der Container hinterher schöner aussieht als vorher – und das ist, da stimmen alle zu, definitiv erreicht worden. In Zusammenarbeit mit dem „Norden“-Festival wurden weiterhin einige Tonnen besprüht, die dort als Mülleimer benutzt werden. Außerdem kam in der Woche jemand von der Polizei vorbei, um den Jugendlichen zu erklären, welches sprühen legal und welches illegal ist, so Spetzke.

Auch Bürgermeister Arthur Christiansen zeigte sich begeistert von dem Projekt. „Die Kinder erfahren so, dass es einen Mehrwert gibt für das, was sie getan haben, wenn sie sich einbringen.“

Vor zwei Jahren wurde im Rahmen eines anderen Projektes eine große Umfrage an den Schleswiger Schulen durchgeführt, um zu ermitteln, was für Angebote den Jugendlichen der Stadt noch fehlen. Der erste Wunsch war ein Sportangebot, das bereits vergangenes Jahr durchgeführt wurde, der zweite ein Kunstprojekt. Dabei entschied man sich dann für das Sprayprojekt, das neben Schleswig auch in Kappeln und Süderbrarup über die Bühne ging. Normalerweise sei das Teilnehmerfeld immer sehr gemischt, was die künstlerische Begabung angeht, doch hier in Schleswig sei der Schnitt höher als sonst, zeigt sich Lamoller begeistert. Mitgemacht haben unter anderen geübte Künstler wie Natalia Tronev, die das Kunstprofil an der Domschule besucht, aber auch weniger geübte wie Tjorven Steblov. Ihn hat aber direkt am ersten Tag die Motivation gepackt, sagt er – und präsentiert stolz die von ihm gesprayte Skeletthand.

Wer sich das Kunstwerk anschauen möchte, kann dies n jederzeit beim Jugendzentrum in der Wiesenstraße tun.

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