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Ladenstrasse : Ein Experiment für die „Wikingerstadt“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Wikingerladen soll den Sommer über für mehr Leben in der Innenstadt sorgen.

Diese Idee ist tatsächlich mal etwas völlig Neues für Schleswig. Entsprechend vorsichtig spricht Christian Liesegang dann auch von einem „Experiment“. Von dem allerdings ist der Geschäftsführer der Buchhandlung Liesegang voll überzeugt, und so eröffnet er am Donnerstag mitten in der Ladenstraße einen Shop mit Produkten rund um das Thema Wikinger – allerdings nur vorübergehend.

Pop-up-Stores: So nennt man auf Neudeutsch ein kurzfristig eingerichtetes und provisorisches Einzelhandelsgeschäft, das vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben wird. Dieses Konzept steckt auch hinter dem Wikinger-Laden. Denn der zieht in die ehemaligen Verkaufsräume von Jack Wolfskin ein, die bereits seit Monaten verwaist sind und für die ein langfristiger Nachmieter nicht in Sicht ist.

Jetzt also übernimmt Liesegang den Laden, voraussichtlich aber nur bis Ende des Sommers. Denn so lange Touristen in der Stadt sind, so lange könnte die Nachfrage nach Produkten rund um die Nordmänner hoch sein. „Wir haben uns gefragt, ob man das Thema in der ,Wikingerstadt‘ nicht auch einmal größer anpacken könnte und uns dann spontan für diese Lösung entschieden“, sagt Christian Liesegang. Schnell sei er sich mit dem Vermieter und der Maklerin einig gewesen. Denn am Ende hätten ja alle Seiten etwas davon.

Am Donnerstag also öffnet der Laden seine Türen. Am Sonnabend zwischen 10 und 15 Uhr wird dann groß Einweihung gefeiert. Dann wird die Wikinger-Gruppe „Rhosow“ vor Ort sein und die Kunden bei Laune halten. Dazu gibt es Spiele für die Kinder und eine Met-Probe für die Erwachsenen. Zudem kann sich jeder verkleidet und zusammen mit Mitgliedern der Wikinger-Gruppe fotografieren lassen. „Den ganzen Sommer über planen wir sonnabends spezielle Aktionen“, sagt Liesegang, der eigens für den Laden Ware bestellt hat, gleichzeitig aber auch anderen Anbietern von Wikinger-Produkten eine Kooperation vorschlägt. Unter anderem wurde bereits mit dem Stadtmarketing vereinbart, dass dessen „Wikingerstadt“-Artikel in dem Geschäft angeboten werden. „Das hier ist ein offenes Konzept, und wir sind immer offen für Ideen.“

„Thors Schmiede“ wird der Laden übrigens heißen. Also genau so, wie der Wikinger-Bereich, den es bereits seit Jahren in der Buchhandlung Liesegang gibt und der dort auch weiterhin bleibt. Das neue Geschäft, so der Geschäftsführer, sei ein Zusatzangebot – und zwar ein vorübergehendes.

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erstellt am 13.Jun.2017 | 12:37 Uhr

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