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Grosse Pläne auf der Geest : Ein Event-Zentrum für Silberstedt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Hostel, Campingplatz, Seminar-Zentrum und Veranstaltungshalle sind auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Depots geplant.

von
erstellt am 22.Mai.2016 | 07:14 Uhr

Ein Veranstaltungszentrum mit Platz für 1000 Besucher, ein Hotel, ein Platz für Camping und Wohnmobil sowie bis zu 40 Büros – das hört sich nach einer ehrgeizigen Planung für eine mittelgroße Stadt an. Tatsächlich aber plant der Unternehmer Peter Thomsen ein solches Projekt in Silberstedt, einer Gemeinde mit gut 2000 Einwohnern, verkehrsgünstig gelegen an der Bundesstraße 201 und nur einen Katzensprung von der Autobahn entfernt.

„Das sind Pläne, die wir als Gemeinde sehr befürworten“, sagte Bürgermeister Peter Johannsen, der sich von den Aktivitäten vor allem neue Arbeitsplätze in der Gemeinde verspricht. So war es denn auch wenig überraschend, dass die Gemeindevertretung ohne große Diskussion einen neuen Bebauungsplan für das 12,7 Hektar große Gelände auf den Weg brachte. Damit ist der Weg für Thomsen allerdings noch längst nicht frei: „Es werden noch einige Genehmigungen von Behörden benötigt. Und das kann ja bekanntlich dauern“, sagte der Investor auf Nachfrage. Aber im Kommenden Frühjahr will er soweit sein. Und die Planungen hören sich ambitioniert an. Das ehemalige Bundeswehrdepot ist im Plan in zwei Bereiche aufgeteilt: 3,5 Hektar für Handel und Lager sowie 9,2 Hektar, die mit den Schlagworten Kultur, Freizeit, Gastronomie, Veranstaltungen, Seminare und Tourismus belegt sind. Die Voraussetzungen für das ambitionierte Vorhaben sind nach Aussagen des Investors bereits vorhanden. „Es gibt eine Veranstaltungshalle mit einer Kapazität von 1000 Plätzen, bestuhlt rund 500.“ Dort könnte Comedy stattfinden, Konzerte und jede Art von Feiern. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Mehrzweckhallen die als Lagerräume für Veranstaltungsequipment oder als zusätzlicher Raum bei größeren Events zur Verfügung stehen. In der Nähe des Eingangs steht das ehemalige Wirtschaftsgebäude mit einer Kantine, die Platz für 120 Gäste bietet. Das Ensemble soll zu einem Seminar- und Tagungszentrum mit Gastronomie und Hotel oder Hostel umgebaut werden. Hier könnte sich nach Ansicht der Gemeinde auch eine Nutzung durch lokale Vereine ergeben.

Im Süden des Geländes gib es einen ruhigen Bereich mit Teich und ausreichend Platz für Camping in Zelten oder kleinen Hütten sowie einen Wohnmobil-Stellplatz. Als nächsten Projekt hat sich Peter Thomsen den Bau eines Spielplatzes in der Nähe des Camping-Bereichs auf die Fahnen geschrieben. Die vorhandene Waldfläche könnte durch einen Niederseilgarten sowie Lehr- und Trimmpfade erlebbar gemacht werden.

Genau beziffern kann Thomsen die noch anstehenden Investitionen derzeit noch nicht. Er ist sich allerdings sicher, dass es eine kostspielige Angelegenheit wird: „ Da kommen eine Million Euro schnell zusammen. Oder auch zwei.“

Der neue Bebauungsplan und das neue Konzept waren notwendig geworden, weil zuvor das Konzept eines Gefahrenabwehrzentrums gescheitert war.

Thomsen hatten einen Teil des Gelädes als Übungsareal für Feuerwehr und andere Rettungskräfte eingerichtet. Obwohl die Bedingungen geeignet waren, blieb die erwünschte Resonanz aus. „Die Feuerwehr des Atomkraftwerks Brokdorf und andere haben hier Übungen abgehalten, aber das reichte nicht aus“, sagte Thomsen, der sich vom Landesfeuerwehrverband boykottiert fühlte. Ein Teil des Gefahrenabwehrzentrums bleibt erhalten, der Rest des großen Geländes aber soll auf andere Weise zu neuem Leben erweckt werden.

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