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Schleswiger Nachrichten

13. Dezember 2017 | 04:53 Uhr

Schleswig : Ein Campus für kreative Jugendliche

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schüler können sich beim „Creative Art Campus“, einem neuen Schleswiger Herbstferien-Projekt, gleich in mehreren Bereichen künstlerisch ausprobieren.

von
erstellt am 15.Apr.2015 | 17:25 Uhr

Sich ausprobieren, gefördert werden, kreativ sein und in der Gemeinschaft spannende Projekte entwickeln: Darum geht es beim ersten Schleswiger „Creative Art Campus“, der die Herbstferien 2015 für etwa 200 Schüler aus der Region zu einem echten Erlebnis werden lassen soll.

Seit Monaten erarbeitet eine Projektgruppe aus Ehrenamtlern um Jens Gieselmann, Bereichsdirektor bei der Nospa, und Maren Korban, Awo-Geschäftsführerin, das Konzept für ein ganz spezielles Ferienprogramm, mit dem Jugendliche im Alter von zwölf bis 20 Jahren angesprochen werden sollen. „Wir haben uns bewusst für dieses Alter entschieden. Denn für Kinder gibt es in der Regel bereits viele Angebote. Jugendliche bleiben manchmal jedoch auf der Strecke“, sagt Gieselmann. Gemeinsam mit Korban habe er im vergangenen Jahr zusammengesessen und überlegt, was man dieser Altersgruppe einmal bieten könne in Schleswig – und zwar abseits des Sports (beide hatten bis 2013 das Sport-Camp organisiert). Die Antwort fanden sie bei ihren eigenen Kindern oder deren Freunden. „Die haben alle Interesse an kreativen Sachen, wollen gerne was Neues ausprobieren. Aber oft machen sie ihr eigenes Ding, oder irgendetwas zu zweit. Dabei ist es doch viel schöner, wenn man in einer Gruppe gemeinsam etwas auf die Beine stellt“, sagt Gieselmann, selbst Vater von drei Teenagern.

Herausgekommen ist ein Programm, das zwar noch längst nicht fertig gestellt ist, es aber jetzt schon in sich hat. Denn gleich in mehreren Bereichen können sich bis zu 200 Teilnehmer in der zweiten Herbstferien-Woche (26. bis 30 Oktober) kreativ und künstlerisch austoben. Dabei ist es dem Organisations-Team gelungen, mehrere Kooperationspartner mit ins Boot zu holen. Dazu zählt das Landestheater, das unter Leitung von Pädagogin Janina Wolf einen Improvisationstheater-Workshop anbieten wird. Auch der Dolleruper Comic-Zeichner Kim Schmidt hat zugesagt – und sorgt für ein echtes Highlight: 20 Jugendliche können unter seiner Anleitung gemeinsam einen Comicband erstellen, der am Ende auch gedruckt und, so hofft Gieselmann, allen Teilnehmern des „Creativ Art Campus“ überreicht werden soll. Das gleiche gilt für eine Hörbuch-CD, die unter Anleitung der Schleswiger Rock-Pop-Academy in Eigenregie erstellt wird. Deren Leiter Carsten Arndt wird noch zwei weitere Workshops anbieten: ein Pop-Chor soll im Studio eigene Lieder einsingen, und technisch interessierte Jugendliche können sich in einer sogenannten Jingle-Produktion ausprobieren.

Weiter kann man beim Aktionskünstler Samuel Fleps austesten, ob man das Zeug zum Magier hat. Unter Federführung des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) gibt es Projekte zu den Themen Band-Coaching, Poetry Slam und Street-Art. Und unter Anleitung von Maria Burmester, Inhaberin des Fahrdorfer „Marlen Ateliers“ („Ich & Meins“), können sich kreative Köpfe als Modedesigner versuchen.

Ihre Ergebnisse werden bei einer Modenschau während der Abschlussveranstaltung präsentiert. Auch die anderen Gruppen sollen dann zeigen, was sie in der Woche gelernt haben, erklärt Gieselmann, der von weiteren laufenden Verhandlungen spricht, aber auch auf neue Kooperationspartner hofft. Unter anderem könnten Service-Clubs dafür sorgen, dass auch Jugendliche aus sozial schwachen Familien sowie Flüchtlingskinder an der Aktion teilnehmen können (ansonsten kostet die Teilnahme 85 Euro inklusive Verpflegung). „Wir wünschen uns eine große Gemeinschaft, alles soll möglichst zentral in Schleswig stattfinden, etwa in den Schulen und der VHS. Daher der Name ,Campus’. Die Jugendlichen lernen zwar in ihren Gruppen, kommen mittags und abends aber immer zusammen – zum Essen und Feiern“, sagt Gieselmann. Noch im Mai soll eine Homepage für das Projekt freigeschaltet werden – „dann gibt es weitere Infos, auch dazu, wie man sich anmeldet.“

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