zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

17. August 2017 | 23:58 Uhr

Mittelangeln : Ein Baumangel nach dem anderen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bildungscampus Satrup: Gutachten soll Klarheit in der Schuldfrage bringen - und die Struensee-Gemeinschaftsschule will verlässliche Betreuungsklasse

Zu wahren Baufachleuten sind die Mitglieder des Schulverbandes Mittelangeln in den vergangenen Jahren geworden. Seit acht Jahren existiert der Schulverband Mittelangeln aus den Gemeinden der Ämter Mittelangeln und Hürup. Seit dieser Zeit werden erhebliche Summen in Schulbauten investiert, und seit dieser Zeit muss sich der Schulverband auch immer wieder mit Baumängeln beschäftigen. Einer dieser Baumängel ist am Neubau des Schulzentrums im Wärmeverbundsystem festgestellt worden. Die Schuldfrage ist weiterhin umstritten. Der Vorsitzende des Bau- und Liegenschaftsauschusses Burghard Gerling aus Husby berichtete dem Schulverband nun über ein jüngst erstelltes Gutachten und äußerte die Hoffnung, dass die Baumängel nun beseitigt werden.

Probleme gibt es auch dort, wo die Baumaßnahmen ins Erdreich reichen wie aktuell beim Bau des Inklusiven Schulzentrums. Da bei der Planung nicht ins Erdreich gesehen werden konnte, zeigte sich die Beschaffenheit des Untergrundes erst bei der Ausschachtung. Dort fanden sich nicht verzeichnete Ver- und Entsorgungsleitungen und wie Gerling erläuterte auch Leitungen, die dem Brandschutz dienen sollen, aber defekt sind, was zusätzliche Arbeiten und Kosten verursacht. „Wieso diese nicht funktionierenden Brandschutzmaßnahmen abgenommen wurden, ist mir ein Rätsel“, sagte Gerling.

Doch damit ist das Thema Bauverzögerung noch nicht zu Ende. Als Außenmauer für den Neubau ist eine Fassadenwand aus Betonfertigteilen vorgesehen mit einer Dicke von zehn Zentimetern. Die Maßnahme wurde ausgeschrieben und ein Unternehmen beauftragt, die Teile zu liefern. Dieses teilte nun dem Auftraggeber mit, dass die Wanddicke 16 Zentimeter betragen müsse, um beim Transport Schäden zu vermeiden. Die Mehrkosten betragen rund 6000 Euro. Michael Heilmann wollte die Mehrkosten nicht akzeptieren. „Nach dem Ausschreibungsrecht hat der Auftragnehmer seinen Auftrag zu erfüllen und kann keine Nachforderungen stellen“, sagte er. Auch Hürups Amtsvorsteher Jans-Niels Klindt äußerte sein Unverständnis. Burghard Gerling brachte es auf den Punkt: „Wir riskieren eine weitere Bauverzögerung“, mahnte er mit dem Vorschlag, die höheren Kosten zu akzeptieren. So sah es auch die Mehrheit, gab Schulverbandsvorsteher Matz Matzen aber mit auf den Weg, noch einmal mit dem Auftragnehmer über die Kosten zu reden. Die Fertigstellung wird sich dadurch bis in den Herbst des kommenden Jahres verzögern.

Auch die Regenbogen-Grundschule soll behindertengerecht umgebaut werden. 100  000 Euro will der Schulverband für zwei Aufzüge im Schulgebäude investieren. 50 Prozent der Kosten werden als Zuschuss erwartet.

Mit einer Erweiterung ihres Angebotes der Offenen Ganztagsschule will die Struensee-Gemeinschaftsschule ihr Bildungsangebot verbessern. Ab dem Schuljahr 2017/18 soll eine verlässliche Betreuungsklasse eingerichtet werden, die an zwei Tagen bis 16 Uhr und an zwei weiteren Tagen bis 15 Uhr ein Angebot macht. Dazu gehören neben dem Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und ein Kursangebot. Die Eigenbeteiligung der Eltern wird etwa 100 Euro im Monat betragen. Der Schulverband trägt das Projekt, wenn sich mindestens 16 Teilnehmer melden mit und stellt für die Maßnahme 5000 Euro bereit.

Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang rückt für Bernd Karde als stellvertretende Vorsitzende in den Haupt- und Finanzausschuss nach. Schulverbandsvorsteher Matzen zeigte sich erfreut darüber, dass die Großsporthalle nach dem Brandschaden wieder zur Verfügung steht.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen