Empfang der Schleswiger Volksbank : Ein Bauer bei den Bankern

Landwirt und Autor: Matthias Stührwoldt unterhielt sein Publikum im Waldschlösschen mit launigen Geschichten vom Land.
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Landwirt und Autor: Matthias Stührwoldt unterhielt sein Publikum im Waldschlösschen mit launigen Geschichten vom Land.

Matthias Stührwoldt begeistert die Gäste beim Neujahrsempfang der Schleswiger Volksbank. Der Vorstand ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden.

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13. Januar 2018, 07:52 Uhr

Matthias Stührwoldt bewirtschaftet 75 Hektar Land, hat fünf Kinder – und keine Mühe, mit seinen humorvollen Geschichten 180 Menschen im Saal zum Lachen zu bringen. Der Bücher schreibende Landwirt aus Stolpe (Kreis Plön) sorgte am Donnerstagabend jedenfalls für beste Unterhaltung beim 25. Neujahrsempfang der Schleswiger Volksbank im Hotel Waldschlösschen. Wenn der bald 50-Jährige – meist op Platt – die heimische Lan-Party seines pubertierenden Sohnes beschreibt oder von den knappen „Ünnerbüxen“ der Töchter erzählt, dann finden sich viele Zuhörer wieder. Zumindest all diejenigen, die wissen, was es bedeutet, jugendliche Kinder zu haben.

Matthias Stührwoldt versteht es mit seinem teils derben norddeutschen Humor, Land und Leute liebevoll zu charakterisieren. Und weil der „Melkbuer“, der bereits 13 Bücher auf den Markt gebracht hat, auch für Bodenständigkeit steht, passte er genau ins Profil der Volksbank, die als genossenschaftliches Institut in der Region verwurzelt ist. Ähnliches gilt für Sänger und Gitarrist Micha Knierim von der Coverband Tin Lizzy, die auf dem Land seit vielen Jahren eine feste Größe ist.

25 Jahre Neujahrsempfang – dieses Jubiläum nutzten die Banker zu einer kleinen Zeitreise durch das zurückliegende Vierteljahrhundert und zugleich zu einer kritischen Bestandsaufnahme. Die Rahmenbedingungen hätten sich vor allem in den vergangenen zehn Jahren massiv geändert, sagte Vorstand Holger Siem. Er erwähnte in diesem Zusammenhang nicht nur die fortschreitende Digitalisierung, sondern prangerte auch die „überbordende, fast erdrückende Regulierung“ seitens der EU an. Auch die Zinspolitik bereite den Banken immer größere Probleme.

Gleichwohl könne man abermals auf ein „zufriedenstellendes Geschäftsjahr“ zurückblicken, sagte Siem. Sein Vorstandskollege Karsten Petersen berichtete, dass man das Volumen aus Kundenkrediten und -einlagen weiter habe steigern können (siehe Infokasten). Doch auch er wies darauf hin, dass sich das niedrige Zinsniveau belastend auf das Jahresergebnis auswirken werde. „Eine ausgewogene Zinspolitik und maßvollere Regelungen – das ist mein Wunsch für 2018“, betonte Petersen.

Wie Holger Siem weiter berichtete, habe die Volksbank im vergangenen Jahr 74 000 Euro aus dem Gewinnsparen an soziale, kulturelle und gemeinnützige Einrichtungen gespendet. Allein 44 000 Euro flossen an 35 Vereinsmannschaften. „Die Sportvereine haben wichtige gesellschaftliche Aufgaben“, so Siem. In diesem Jahr werde man 25 000 Euro für die Anschaffung von Defibrillatoren und zur Unterstützung der vier Tafeln im Geschäftsbereich der Volksbank spenden, kündigte der Vorstand an.

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