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Wasserqualität : „Eigentlich ist die Schlei eine Bakteriensuppe“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Alle Umlandgemeinden sollten an die moderne Schleswiger Kläranlage angeschlossen werden. Das forderten Fachleute auf einer Schleitour des SSW.

„Können wir in der Schlei noch baden?“ Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, unternahm der Schleswiger SSW gestern eine Fahrt auf der „Lasse“, dem Arbeitsboot der Stadtwerke. Mit an Bord waren neben mehreren Lokalpolitikern auch der SSW-Landesvorsitzende Flemming Meyer, der Leiter des Schleswiger Klärwerks Rolf Hansen und Svend Duggen, Meeresbiologie und Lehrer an der A.P.-Møller-Schule. Seine Antwort auf die Eingangsfrage fiel so wenig klar aus wie die Sicht im trüben Schleiwasser: „Wir können darin baden, die Frage ist nur, wie gesundheitsschädlich es ist.“ Während Hafenmeister Harald Eschen die „Lasse“ in die Mündung der Füsinger Au bugsierte, erklärte Duggen, dass ganz besonders über dieses Flüsschen Nährstoffe aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen Angelns in die Schlei gelangten und zum Gedeihen winziger Grün-Blau-Algen beitrügen. Die Folge: „Eigentlich ist die Schlei eine einzige Bakteriensuppe.“ Denn diese Algen seien nichts anderes als Bakterien. Dank besserer Kläranlagen sei die Wasserqualität heute aber besser als noch in den 80er Jahren. Bis die Schlei wieder so sauber sei wie vor 120 Jahren, würden aber selbst dann rund 40 Jahre vergehen, wenn ab sofort keine Nährstoffe mehr eingeleitet würden, meinte Duggen. Er unterstützte die Forderung von Klärwerksleiter Hansen, dass auch Dörfer wie Neuberend, die bislang noch nicht an das moderne Schleswiger Klärwerk angeschlossen sind, diesen Schritt nachholen.

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erstellt am 20.Sep.2014 | 07:45 Uhr

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