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Schleswig-Flensburg : DRK sorgt sich um seine Mitgliederentwicklung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Wir über neue Formen der Werbung zum Beispiel über Facebook nachdenken“, findet DRK-Landeschef Georg Gorrissen.

von
erstellt am 03.Jun.2017 | 08:02 Uhr

Auch der Kreisverband Schleswig-Flensburg des Deutschen Roten Kreuzes hat die Zeichen der modernen Zeit erkannt. Auf der Kreisversammlung in Tarp standen zwar wieder finanzielle Erfolgsmeldungen, der Dank an die Ehrenamtler und Ehrungen auf dem Programm, immer wieder richtete sich der Blick aber auch in die Zukunft. Die Notwendigkeit betonte auch Georg Gorrissen, der Präsident der Landesverbandes, in seinem Grußwort. „Angesichts unserer Mitgliederentwicklung müssen wir über neue Formen der Werbung zum Beispiel über Facebook nachdenken“, sagte er. Und wir müssen ganz konkret unsere Inhalte in den Mittelpunkt stellen – den Menschen erklären, wofür wir stehen.“

Der Kreisverband werde sich neuen Wegen nicht verweigern, sondern im Gegenteil aktiv daran mitwirken, versprach der Kreisverbandsvorsitzende Harald Krabbenhöft. Dabei verwies er auf die Arbeitsgruppe Sozialarbeit, die noch Mitstreiter sucht, um zukunftsweisende Projekte auszutüfteln.

Krabbenhöft aber verschwieg auch nicht andere Probleme, die dem DRK im Kreis die Arbeit erschweren: Die nicht ausreichende Bezahlung von qualifizierten Altenpflegern, die an unzureichenden politischen Bemühungen scheiterten, die Entscheidung des Kreises, die Leistungen des DRK im Rettungsdienst einzufrieren, langatmige Mitgliederversammlungen und nachlassende Resonanz bei den Blutspendeterminen.

Finanziell läuft die Arbeit beim DRK gut, wie Kreisgeschäftsführer Kai Schmidt darstellte. Die hauptamtliche Arbeit des Kreisverbandes mit Rettungsdienst, Kinder- und Jugendhilfe, ambulanter und stationärer Pflege sowie der Flüchtlings- und Integrationsarbeit erwirtschaftete ein Ergebnis von mehr als einer Million Euro – ebenso wie die Geschäftsstellen mit ihren diversen Leistungen.

Der Kreisvorsitzende Harald Krabbenhöft wurde von den etwa 120 anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme für weitere vier Jahre gewählt und nahm zusammen mit dem Präsidenten die Ehrungen vor. Ellen Petersen aus Steinberg erhielt für 38 Jahre im aktiven Ehrenamt besonders als Tanzleiterin die Ehrennadel des Landesverbandes. Die Verdienste von Monika Diehl (ebenfalls aus Steinberg) füllen mehr als drei DIN-A-4-Seiten: Sie wurde für ihren außerordentlichen Einsatz mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes ausgezeichnet.

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