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Schleswiger Nachrichten

27. Mai 2017 | 04:28 Uhr

Schleswig : DRK baut eine neue Zentrale

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Kreisverband verlässt den Stadtweg und investiert 2,5 Millionen Euro in ein Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet St. Jürgen.

Der Platz reicht einfach nicht mehr aus. Deshalb musste der DRK-Kreisverband in der jüngeren Vergangenheit nicht nur seine sozialpädagogische Familienhilfe auslagern. Auch einige Kursangebote konnten aus Platzmangel nicht mehr in den eigenen Räumlichkeiten im Stadtweg stattfinden. „Es wird immer enger hier. Deswegen denken wir schon seit drei, vier Jahren über einen Umzug nach“, sagt Kreisgeschäftsführer Kai Schmidt. Inzwischen sind aus den Gedankenspielen längst konkrete Pläne geworden. Ergebnis: Das DRK zieht innerhalb Schleswigs um. Und zwar schon im kommenden Jahr. Dann soll das neue Verwaltungs- und Ausbildungszentrum bezogen werden.

Das entsteht unmittelbar hinter der Rettungswache im Gewerbegebiet St.  Jürgen. Dort hat das DRK zwei Grundstücke gekauft, auf denen sowohl Platz für die neue Zentrale als auch für ein großes Außengelände samt Parkplätzen ist. „Hier können Übungen für den Katastrophenschutz stattfinden, und wenn es nötig sein sollte, kann man eines Tages auch anbauen“, sagt Schmidt.

So weit will man beim DRK aber noch gar nicht denken. Denn jetzt geht es erst einmal um den Neubau. Der zweigeschossige Klinkerbau soll, so Schmidt, rund 2,5 Millionen Euro kosten und – wenn alles glatt läuft – Mitte 2018 bezogen werden. Auf einer Nutzfläche von 1050 Quadratmetern entstehen sowohl die Büros für die Mitarbeiter als auch Beratungsstellen sowie Schulungs- und Übungsräume, die nicht nur von den Mitgliedern der 60 DRK-Ortsvereine im Kreis genutzt, sondern auch von anderen Organisationen angemietet werden können. „Das Gebäude wird modern, hell und schön. Aber es wird ein Zweckbau ohne teure Extras. Das können und wollen wir uns nicht leisten. Wir sind schließlich ein Wohltätigkeitsverein“, betont Vorsitzender Harald Krabbenhöft mit Blick auf die geplanten Kosten für das Bauprojekt. „Wir haben ein Budget, und das werden wir einhalten“, mahnt er.

Dass der DRK-Kreisverband überhaupt neu baut und nicht mietet, liegt auch an mangelnden Alternativen in der Innenstadt. Dort habe man zwar verschiedene Immobilien angeboten bekommen, aber entweder passte der Preis nicht oder die Größe. „Am Ende ist es dann auf eine eigene Lösung hinausgelaufen, und ich denke, das ist die richtige Entscheidung“, sagt Schmidt.

Seine Keimzelle hat das DRK in Schleswig in zwei Villen in der Lutherstraße. Als es dort zu eng wurde, zog man 1995 in das Gebäude der ehemaligen Stadtsparkasse in der Ladenstraße um. Dort stehen den zurzeit 35 Mitarbeitern der Geschäftsstelle, verteilt auf drei Etagen, noch rund 700 Quadratmeter zur Verfügung. Künftig sind es also 350 mehr. Die wiederum wird man auch brauchen, wie Schmidt erklärt. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer mehr Aufgaben übernommen und deshalb Personal eingestellt, etwa in der Flüchtlingshilfe. Wer weiß, was in den kommenden Jahren noch hinzukommt“, sagt er.

Anfang Juni soll in St. Jürgen nun der erste Spatenstich erfolgen. Dann geht es richtig los. Sämtliche Formalitäten sind längst erledigt. Bereits im März hat die Stadt die Baugenehmigung erteilt. Und man ist froh im Rathaus, dass das DRK innerhalb der Stadtgrenzen bleibt. Denn auch ein Umzug ins Umland war nicht ausgeschlossen. „Wir haben aber immer Schleswig favorisiert. Diese Neubaupläne sind also auch eine Art Bekenntnis zur Stadt“, betont Harald Krabbenhöft. Gleichzeitig sei das Bauprojekt auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft für den Kreisverband selbst. „Dieser Umzug ist kein Rückzug, sondern ein Aufbruch. Wir wollen uns modern aufstellen und gut gerüstet sein, für all die Aufgaben, die auf uns warten“, sagt er.

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erstellt am 13.Mai.2017 | 07:32 Uhr

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