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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 13:42 Uhr

„Juniorwahl“ : Domschüler setzen auf Grün

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswiger Gymnasiasten überraschen mit ihrem Wahlergebnis.

von
erstellt am 08.Mai.2017 | 06:15 Uhr

Ginge es nach den Schülern der Schleswiger Domschule, wären die Grünen der große Sieger der Landtagswahl. Mit satten 43,2 Prozent heimste die Partei bei der erstmals angebotenen „Juniorwahl“ unter den Neunt- bis Elftklässlern des Gymnasiums die mit Abstand meisten Zweitstimmen ein. Erst dahinter folgen die CDU mit 30,9 und – weit abgeschlagen – die SPD mit 11 Prozent.

Organisiert hat das Projekt in erster Linie Morten Jensen, der zurzeit sein Referendariat unter anderem in den Fächern Wirtschaft/Politik macht. Ausgeführt haben es zehn Schüler im Rahmen einer sogenannten Klausurersatzleistung. Und die hatte es in sich: So mussten die Elftklässler sich nicht nur selbst fit machen in Sachen Wahl, sondern auch ihre Mitschüler. In Zweierteams stellten sie in den verschiedenen Klassen das Wahlsystem vor und machten parallel dazu bei den Erstwählern Werbung, ihre Stimme abzugeben. Nicht nur gestern, sondern auch bei der „Juniorwahl“. Dabei hatten die Domschüler eine Woche lang Zeit, in den Pausen im eigens eingerichteten (und stets besetzten) Wahllokal vorbeizukommen und abzustimmen. Natürlich nur mit der zuvor ausgestellten persönlichen Wahlbenachrichtigung in der Tasche.

„Das alles zu organisieren, hat richtig viel Spaß gemacht. Und es hat uns auch persönlich weitergebracht, weil wir uns einmal richtig intensiv mit den Parteien und ihren Programmen auseinandersetzen mussten. Ich weiß jetzt auf jeden Fall ganz genau, wen ich wähle“, erzählte Karsten Mohrbeck (16).

Zwar hätte die Wahlbeteiligung (50,76 Prozent) etwas höher sein können, meinte Morten Jensen. Dafür aber hatte man ein interessantes Ergebnis, das der SPD zumindest bei den Erststimmen doch noch einen guten Wert bescherte. Hier siegte Birte Pauls mit 35,4 Prozent klar vor CDU-Kandidat Johannes Callsen (26,2 Prozent) und Peter Wittenhorst (Grüne; 23,1 Prozent). Alle anderen Direktkandidaten landeten unter fünf Prozent. Das wiederum gilt bei den Zweitstimmen auch für die Linke (1,9 Prozent), den SSW (0,6 Prozent) und die AfD (2,5 Prozent). Allein die FDP schaffte mit 5,6 Prozent neben Grünen, CDU und SPD noch den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

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