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Neue Beleuchtung : Dom in Schleswig: Erleuchtung durch LED-Strahler

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Wahrzeichen der Stadt soll künftig mit LED-Lampen angestrahlt werden - und zwar regelmäßig.

In den meisten Städten ist es eine Selbstverständlichkeit. Nur Schleswig bildet eine Ausnahme, wenn es darum geht, seine Hauptkirche Abend für Abend ins – wortwörtlich – rechte Licht zu rücken. So bleiben die Strahler, die den Dom beleuchten sollen, in der Regel aus. Eine Tatsache, mit der sich Schleswigs Stadtmanager Rüdiger Knospe nicht weiter abfinden will. „Es kann nicht sein, dass wir eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt so oft im Dunklen stehen lassen. Das ist einfach nur schade“, sagt er.

Um das zu ändern, hat Knospe inzwischen die Initiative ergriffen. In seinem Auftrag hat die Friedrichsberger Firma Elektro-Simon ein Konzept entwickelt, um den Dom effektiv und vor allem kostengünstiger als bislang zu beleuchten. Statt der jahrzehntealten Energiefresser, die jetzt noch in den drei rund um den Dom postierten Strahlern montiert sind, könnten demnach bald LED-Lampen für das richtige Licht sorgen. „Dann hätten wir, wenn es hochkommt, etwa 50 Cent pro Tag an Stromkosten. Zurzeit sind es mehrere Euro pro Stunde“, sagt Knospe.

Kürzlich hat es bereits eine Testbeleuchtung mit den LED-Strahlern gegeben, die äußerst positiv verlaufen sei. „Sie machen ein deutlich edleres und feineres Licht als die alten Strahler, die den ganzen Dom in ein enorm gleißendes Leuchten tauchen“, sagt Knospe. „Das erinnert einen ja fast an Flak-Scheinwerfer.“ Dass eine dezentere Beleuchtung viel besser wirke, beweise die Umstellung der Strahler an der Frontseite von Schloss Gottorf. Auch dafür hatte Elektro-Simon das Konzept entwickelt.

Bis nun auch der Dom regelmäßig illuminiert wird, könnten allerdings noch einige Wochen oder gar Monate ins Land gehen. Denn noch hat Rüdiger Knospe nicht das nötige Geld zusammen, um die Umrüstung der Strahler, die der Stadt gehören, zu finanzieren. „Dabei geht es um einen Betrag unter 10.000 Euro. Zurzeit gehe ich mit dem Hut rum, um diese Summe zusammenzubekommen. Wenn es soweit ist, kann es losgehen“, sagt Knospe, der noch in diesem Jahr mit einer Umsetzung rechnet. Was ihn dabei so optimistisch macht? „Die Vorarbeit ist geleistet. Zudem habe ich schon hier und da Signale bekommen, dass man uns unterstützen möchte. Und letztendlich freut sich doch auch jeder Schleswiger darüber, wenn der Dom beleuchtet ist. Das gilt auch für diejenigen, die in den Dörfern auf der anderen Schleiseite wohnen.“

Ob sich am Ende auch die Stadt oder die Kirchengemeinde an der Finanzierung beteiligen, ist derweil noch unklar. Letztere würde sich aber in jedem Fall darüber freuen, wenn das Gotteshaus mit seinem markanten 112 Meter hohen Turm künftig öfter erstrahlt. „Natürlich fände ich das toll, denn allzu oft ist es ja nicht der Fall. Dabei ist es jedes Mal ein wunderschöner Anblick, wenn der Dom angeleuchtet wird“, sagt Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski. „Insbesondere jetzt, wenn es wieder früher dunkel wird.“

Auch Rüdiger Knospe betont, dass in erster Linie im Herbst, Winter und Frühling das Licht angehen müsse. Aber auch im Sommer, wenn die meisten Touristen in der Stadt sind, könnte er sich vorstellen, „dass dann nochmal um 22 Uhr die Strahler für zwei Stunden angehen“. Das wiederum sollen auch künftig die Schleswiger mitbestimmen können. Denn wie bislang will das Stadtmanagement weiter anbieten, dass man sich Dombeleuchtungs-Zeiten zu besonderen Anlässen kaufen kann. „In solchen Fällen könnten wir die Lampen zu genau dem Zeitpunkt einschalten, den der Kunde sich wünscht.“

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erstellt am 06.Okt.2015 | 12:15 Uhr

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