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Gemeinsame Abwasserentsorgung : Dörfer brauchen neue Kläranlage

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schäden zwingen Hollingstedt, Silberstedt und Treia zum Handeln / Umbau und Erweiterung des Abwasser-Werks nicht sinnvoll

„Die derzeitige Gemeinschaftskläranlage lässt sich weder umbauen noch erweitern“, teilte Rüdiger Brause vom Ingenieursbüro Bornholdt den Gemeindevertretern mit. Mängel und Schäden an der jetzigen Anlage, die die drei Gemeinden Hollingstedt, Silberstedt und Treia gemeinsam betreiben und nutzen, zwingen aber zum Handeln. Es fehle einerseits am nötigen Platz für eine Erweiterung und andererseits würde ein Umbau bedeuten, dass während der Bauphase eine sehr teure, mobile Anlage den Betrieb übernehmen müsste. „ Die Kosten kämen denen eines Neubaus gleich“, gab Rüdiger Brause in einer gemeinsamen Gemeindevertretersitzung der drei Dörfer zu bedenken und stellte seine Idee eines Neubaus vor. „Erhielte der Neubau ein Pultdach, könne sogar eine Photovoltaikanlage darauf installiert werden“, erklärte er. Einstimmig beauftragten die Gemeindevertreter das Ingenieurbüro Bornholdt aus Albersdorf mit der Genehmigungsplanung für den zweiten Bauabschnitt.

Gleichzeitig und ebenfalls einstimmig beschloss die Versammlung, die Aufhebung des öffentlichen Vertrages über den Bau und Betrieb einer Kläranlage zwischen den drei Gemeinden. „Neu wird sein“, erklärte Michael Kruse, Teamleiter Finanzen im Amt Arensharde, „dass, die nötigen Druckrohrleitungen dem Alleineigentum der jeweiligen Gemeinde zugerechnet werden“. So stimmten die Gemeindevertretungen einvernehmlich dem Abschluss des neuen Vertrages über die Gründung eines Zweckverbandes für die Einrichtung, Unterhaltung und zum Betrieb einer Gemeinschaftskläranlage zwischen den Gemeinden Hollingstedt, Silberstedt und Treia zu. Die Vertreter im Zweckverband „Gemeinschaftskläranlage Silberstedt“ werden die jeweiligen Bürgermeister beziehungsweise deren Stellvertreter der betroffenen Gemeinden sein sowie Wolfgang Schulz und Joachim Foerster. Gerd Westendorf wird Wolfgang Schulz und Dieter Plähn Joachim Foerster in der Verbandsversammlung vertreten (alle Gemeindevertreter in Silberstedt).

Im Anschluss tagte die Gemeindevertretung Silberstedt separat weiter und beschloss mit neun Ja- und zwei Nein-Stimmen die Erhöhung der Abwassergebühr in Silberstedt. Zukünftig wird die Grundgebühr auf 96 Euro statt bisher 78 Euro jährlich und die Verbrauchsgebühr von 2,90 Euro auf 3,90 Euro pro Kubikmeter angehoben werden. „Diese Festsetzung führt zwar zu einem Defizit im Gebührenhaushalt, entlastet aber die Umwelt über eine höhere Verbrauchsgebühr und auch kleinere Haushalte gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung“, erklärte Wolfgang Schulz, Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Verwaltung schlug eine Grundgebühr von 120 Euro vor. Die Gemeinde folge den Vorstellungen eines Großeinleiters. Richard Clausen-Hansen (SPD) konnte der Satzung so nicht zustimmen: „Hier wird Sponsoring eines Großeinleiters zu Lasten der Gebührenzahler betrieben“, monierte er.

Weiteres in Kürze:
> Wolfgang Schulz bat um die einmalige Spende des Sitzungsgeldes einer Gemeindevertretersitzung, um mit dem Spendenerlös vom Weihnachtsbasar einen Krippenwagen (2000 Euro) für die Kita anschaffen zu können. Die Vertreter erklärten sich einverstanden.
>Die Gemeindevertretung stellt eine Mannschaft für das Vereinsschießen der Sportschützen Esperstorf-Sollerup am 22. November.

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