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Schleswiger Nachrichten

17. Oktober 2017 | 19:39 Uhr

Diskussion um Biogas-Ausbau geht weiter

vom

Anlagenbetreiber "Querende" will Wärmeversorgung im Winter sicherstellen / Börmer fürchten Lärmbelästigung und Straßenverschmutzung

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Börm | In der Gemeindevertretung Börm ist erneut über einen Bebauungsplan für eine Erweiterung der Biogasanlage "Quer ende" beraten worden - allerdings vorerst ohne Ergebnis. Eine Entscheidung für oder gegen die Erweiterung fällte das Gremium an diesem Tag nicht.

Der Betreiber hatte schon im Juni 2011 über den Betrieb in Börm informiert. In einem ersten Bauabschnitt wurde eine Wärmeversorgung von der Anlage aus für zirka 40 Häuser erstellt. Eine Erweiterung der Anlage wurde seitdem in mehreren Sitzungen beraten, aber zurückgestellt oder der Antrag vom Betreiber zurückgezogen. Im Januar dieses Jahres fand eine Vorstellung der bestehenden Anlage für die Gemeindevertreter statt, mit anschließendem Gespräch.

Die Firma Regenerative Ener gien von Lanken GmbH & Co. KG beantragt nun, die bestehende Bio gasanlage um 80 Kilowatt zu erweitern. Hierzu benötigt sie die Zustimmung der Gemeinde. Bei Zustimmung würde die bestehende privilegierte Anlage zu einer gewerblichen Anlage. Dies hätte zur Folge, dass der Betreiber ohne weitere Zustimmung der Gemeinde noch eine zusätzliche privilegierte Anlage errichten könnte.

Wegen Befangenheit nahmen Bürgermeisterin Sigrid Cohrt und zwei Gemeinderatsmitglieder nicht an der Beratung teil. In der Möglichkeit, eine zweite Biogasanlage zu erstellen, sah die Fraktion der Aktiven Börmer Wählergemeinschaft die Gefahr von stärkerer Lärmbelästigung und Straßenverschmutzung.

Auf Anfrage erklärte der Betreiber der Anlage, dass die Erweiterung nur nötig sei, um die angeschlossenen Grundstücke im Winter ausreichend mit Wärme zu versorgen. Die Gemeindevertretung machte einen anderen Lösungsvorschlag: Reduzierung der Leistung in den Sommermonaten und Erhöhung der Leistung im Winter, um den zusätzlichen Wärmebedarf zu erhalten. Diese Möglichkeit soll sondiert werden, bevor eine Entscheidung gefällt werden kann.

Cohrt berichtete, dass die Mergelkuhle gesäubert und gereinigt wird, um auch den Unterwasserbewuchs zu reduzieren. Im "Dörpstreff" werden die letzten Baumaßnahmen fertiggestellt. Die Erneuerung der Saaldecke mit Isolierung und Lüftung ist fertig und hat 51 000 Euro gekostet. Jetzt steht noch die Umstellung der Heizung auf Gasversorgung mit einer Gastherme aus.

Der "Meierwischendamm" soll in einer Länge von 945 Metern saniert werden. "Diese Maßnahme ist notwendig. Das Angebot liegt bei 50 969 Euro, von denen die Gemeinde zirka 30 000 Euro selbst tragen muss. Diese Maßnahme hängt von der Bereitstellung der Finanzmittel des Schwarzdeckenunterhaltungsverbands ab. Es könnte auch nur ein Teilabschnitt hergestellt werden", sagte Hans-Joachim Schoof. Da absehbar ist, dass in Zukunft noch weniger oder keine Mittel fließen, stimmte die Vertretung dem Ausbau zu.

Die Sanierung der wassergebundenen Gemeindewege steht an. Finanziell kann sich die Gemeinde nur noch die schwerpunktmäßige Sanierung leisten. Gemeinsam mit den Landwirten sollen hochbelastete Streckenabschnitte festgelegt werden, die saniert werden müssen.

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