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Schleswig : Diese Lampen sollen die Altstadt erhellen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Bauausschuss setzt auf moderne Leuchtkörper und will 170.000 Euro ausgeben. Das Bundesumweltministerium fördert das Energiespar-Projekt.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2013 | 15:45 Uhr

Über Geschmack lässt sich angeblich nicht streiten. Von wegen. Wochenlang haben sich Stadt und Stadtwerke mit der Frage befasst, welche Lampen künftig die Schleswiger Altstadt erhellen sollen. Der Bauausschuss zog jetzt einen Schlussstrich unter die Debatte und traf eine Entscheidung: Im Areal rund um Dom und Rathaus werden hochmoderne Designer-Leuchten installiert. Die Kosten inklusive Installation liegen bei insgesamt 170.000 Euro. Als Leuchtmittel kommen LED zum Einsatz. Die bisher in der Altstadt eingesetzten Dampfhalogenlampen sind laut einer EU-Verordnung ab dem Jahr 2015 nicht mehr zulässig.

Während ein Großteil der Altstadt mit flach gebauten Auslegerleuchten von Siteco/Bergmeister ausgestattet wird, will man für den Dom eine Ausnahme machen. Um die Besonderheit des Bauwerks zu unterstreichen, gibt es ein besonderes Licht-Element der Firma Bega. Der Ausschuss entschied sich für eine 4,5 Meter hohe Leuchte, die das Licht symmetrisch in alle Richtungen abstrahlt. Der Lichtkegel erinnert an ein Kleeblatt.

Die Bauausschussmitglieder waren sich darüber im Klaren, dass Lampen ein wichtiges gestalterisches Element für ein Quartier sein können. Umso mehr klang Bedauern darüber durch, dass man die Entscheidung unter erheblichem Zeitdruck treffen sollte. Bis zum Jahresende müsse das Projekt unter Dach und Fach sein, um sich Zuschüsse des Bundesumweltministeriums sichern zu können, hatten die Vertreter der Verwaltung zuvor betont und sich dabei auf Aussagen der Stadtwerke berufen. Immerhin geht es um eine nicht geringe Summe. Den Kauf einer jeden energiesparenden Laterne fördert der Bund mit 25 Prozent des Kaufpreises, maximal gibt es pro Lampe 880 Euro. Konkret hat die Stadt für die neue Straßenbeleuchtung in der Altstadt einen Zuschuss über 28.500 Euro zu erwarten.

Steffen Hempel von den Grünen und Rainer Wittek vom SSW kritisierten das Auswahlverfahren. Hempel sagte, er habe „das dumpfe Gefühl, dass wir ausgeklammert sind aus dem Entscheidungsprozess“. Wittek wunderte sich darüber, dass keine Arbeitsgruppe gebildet worden sei – „so wie ursprünglich angedacht“. Allerdings war der Bauausschuss durchaus in das Verfahren eingebunden worden, zuletzt auf der Sitzung am 20. August, auf der die Stadtwerke 40 Lampentypen vorgestellt hatten, von denen zehn in die engere Wahl kamen. Daraus suchte das Bauamt den aus seiner Sicht besten Vorschlag aus (Siteco/Bergmeister), um diesen wiederum jetzt dem Bauausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen.

Zeitweise sah es jedoch nicht so aus, dass man sich in der Sitzung einigen könnte. Erst als Vorsitzender Klaus Bosholm Vertreter aller Fraktionen zu einem kurzen „Spaziergang“ einlud, kam man sich inhaltlich näher. Dabei wurde auch die Idee geboren, die Umgebung des Domes mit besonderen Leuchten auszustatten.

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