zur Navigation springen

Rathaus in Kropp : Die Zeichen stehen auf Abriss

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Vier Entwürfe für Neubau oder Sanierung des Rathauses werden diskutiert. Im April fällt die Entscheidung.

Abriss oder Sanierung? Eigentlich hätte die Zukunft des Kropper Rathauses längst feststehen sollen. Doch die Entscheidung verzögerte sich immer wieder, und so beschäftigte sich der Hauptausschuss in der jüngsten Sitzung gleich mit mehreren Entwürfen für das künftige Rathaus. Der endgültige Beschluss soll im April fallen – gemeinsam mit den Umbauplänen für das Rettungszentrum.

Architekt Udo Redepennig spielte vier Szenarien durch: Einerseits gibt es die Optionen, das Rathaus aus den 1960er Jahren zu sanieren und zu erweitern oder aber abzureißen und neu zu bauen. Andererseits gibt es sowohl eine „große“ als auch eine „kleine Lösung“ – je nachdem, ob der Kreis Schleswig-Flensburg mit seinem Sozialzentrum, das voraussichtlich bis 2020 im Rewe-Markt untergebracht ist, als Mieter mit einziehen will.

Beim Neubau sind zwei Vollgeschosse sowie ein drittes, leicht rückversetztes Staffelgeschoss geplant, die um einen Innenhof angelegt werden. Gemeinsam mit dem Gebäude an der Bahnhofstraße, in dem auch die Provinzial untergebracht ist, und das bestehen bleiben sowie umgebaut werden soll, würde sich eine Nutzfläche von 2020 Quadratmetern ergeben. Dieser Platz wird laut Raumprogramm benötigt, wobei noch eine Reserve für drei, vier zusätzliche Büros vorhanden wäre. Bei den Raumflächen wird mit den Mindestgrößen gerechnet, „kleiner geht nicht“, so Udo Redepennig. Allerdings könnte bei Bedarf im Erdgeschoss eine weitere Fläche für Büros erschlossen werden – dort sind vorerst acht Stellplätze geplant. Die voraussichtlichen Baukosten bezifferte er auf knapp 4 Millionen Euro. Im Vergleich dazu würde die Sanierung samt An- und Umbauarbeiten 50  000 Euro einsparen.

Bei einer „großen Lösung“ – dem Einzug des Sozialzentrums – würde der Raumbedarf um 700 Quadratmeter und die Baukosten um eine Million Euro steigen. Ob sich die Gemeinde für diese Lösung ausspricht, hängt von der Entscheidung des Kreises ab, künftig Räume im neuen Rathaus zu mieten oder nicht. „Ohne klare schriftliche Aussage werden wir nicht die große Lösung bauen“, machte Bürgermeister Stefan Ploog deutlich und erntete dafür Zustimmung.

Auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht, zeigte sich unter den Mitgliedern des Hauptausschusses eine gewisse Sympathie für einen Neubau.

Zudem war man sich einig, dass der Zeitpunkt für eine Kreditaufnahme günstig sei. Der Bürgermeister hatte schon mal grob geschätzt und vorgerechnet: Die Kreditsumme für die Investitionen in den Rathaus-Bau, die Teilsanierung der Geestlandschule sowie den An- und Umbau des Rettungszentrums könnte bei um die 9 Millionen Euro liegen. Bei derzeitigen Zinssätzen errechnete er eine jährliche Belastung von 182  000 Euro.

Die Entwürfe werden nun in den Fraktionen sowie im Umwelt- und Planungsausschuss diskutiert. Im April fällt dann der Beschluss. Stefan Ploog zumindest fand die Entwürfe „sehr gelungen“.

Vor dem Hintergrund, dass Kropp bei der Gewerbesteuer derzeit ein Einnahmeplus über 361  000 Euro verzeichnet, fiel der Entschluss, eine neue Kehrmaschine sofort zu erwerben und nicht im Mietkaufverfahren über 60 Monate abzubezahlen. Einziger Vorteil beim Mietkauf laut Ploog: „Wir vermeiden, sofort liquide Mittel von 108  000 Euro bereitzustellen.“ Durch den Sofortkauf würden insgesamt 16  000 Euro gespart.

33  000 Euro kostet ein neuer Kassenautomat für das Freibad. Damit soll eine der zwei Arbeitskräfte im Kassenhaus eingespart werden.

Im Amt werden dieses Jahr rund 220 neue Flüchtlinge erwartet. Zu diesem Thema soll es im Frühjahr eine Einwohnerversammlung geben.

Zudem soll über die Zukunft des Kropper Ortsbusses diskutiert werden – der Vertrag mit dem Betreiber läuft im Dezember aus.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Mär.2016 | 12:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen