Schleswig : Die Wiedergeburt des Stadtfestes

Erstmals organisieren Ingo Harder (links) und Helmut Kruse das Schleswiger Stadtfest.
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Erstmals organisieren Ingo Harder (links) und Helmut Kruse das Schleswiger Stadtfest.

Am 31. Juli und 1. August heißt es in der Innenstadt erstmals „Schleswig swingt“. Vier Bühnen zwischen Capitolplatz und Kornmarkt werden aufgebaut.

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21. Juli 2015, 07:14 Uhr

Neuer Anlauf, neuer Name: Unter diesem Motto lässt sich die Wiedergeburt von Schleswigs Stadtfest kurz und knapp zusammenfassen. Denn nachdem die „Swinging City“, die jahrzehntelang mehrere Tausend Besucher in die Innenstadt lockte, 2012 in der Versenkung verschwand, soll nun ihr Nachfolger, „Schleswig swingt“, am 31. Juli und 1. August für Furore sorgen. Dafür wollen in erster Linie zwei Männer sorgen: Ingo Harder, bekannt in Schleswig sowohl als Veranstalter zahlreicher Events als auch als Ratsherr (BFB), und Helmut Kruse, Inhaber der Disco „Vineta“ in Busdorf.

„Ich war mir eigentlich schon im letzten Jahr mit dem leider inzwischen verstorbenen Uwe Friedrichs darin einig, dass man diese Traditionsveranstaltung retten muss“, sagt Ingo Harder, der schließlich über Umwege tatsächlich zum Hauptorganisator des Festes wurde. Denn nachdem Thore Josten und Marlon Böhning, die zunächst die „Swinging City“ wiederbeleben wollten, sich im Februar endgültig von ihren Plänen verabschiedeten, sprang Harder spontan in die Bresche. „Und weil Helmut Kruse zuvor schon mit den beiden Jungs eine Partnerschaft besiegelt hatte, rief er mich an und fragte, ob ich nicht auch Lust hätte, mit ihm gemeinsam die Sache anzugehen.“

Das hatte Ingo Harder. Und herausgekommen ist bei diesem Teamwork am Ende eine Veranstaltung mit 22 Programmpunkten an zwei Tagen (siehe Infokasten). „Wir haben unglaublich viel positive Resonanz von Sponsoren bekommen, auch aus der Bevölkerung. Und von den Bands, die wir angesprochen haben, gab es viel Zuspruch“, sagt Harder. Im Gegensatz zu früher, sind die Ausmaße des Festes dabei aber insgesamt etwas überschaubarer – „zumindest für den Anfang“. So stehen zwischen Capitolplatz und Kornmarkt (statt zwischen Hertie und Gallberg) vier Bühnen, auf denen ein bunt gemixtes Programm angeboten wird. Dazu gibt es zahlreiche Stände, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. „Wir wünschen uns natürlich, dass die Leute nicht mit vollgepackten Rucksäcken kommen und hier nur ihr mitgebrachtes Bier trinken und womöglich noch die Flaschen kaputt gehen“, betont Harder mit Blick auf die Standgebühren der Betreiber und die Kosten der Veranstaltung insgesamt. Gleichzeitig hofft er auf ein „friedliches und stimmungsvolles Fest“, das nicht von wenigen Störenfrieden kaputt gemacht wird. Ein neunköpfiger Sicherheitsdienst sowie eine durchgängige Polizei-Präsenz sollen eben dafür sorgen.

Die Stadt indes beteiligt sich – zumindest finanziell – bislang nicht an „Schleswig swingt“. Dafür sei die Zeit seit Anmeldung der Veranstaltung zu knapp gewesen, sagt Bürgermeister Arthur Christiansen. Gleichzeitig betont er aber, dass man (im Gegensatz zu den letzten „Swinging City“-Jahren)zukünftig auch über eine „materielle Unterstützung“ reden könne. „Denn mit diesem Fest bieten wir nicht nur den Einheimischen etwas, sondern auch den vielen Touristen, die im Sommer zu uns nach Schleswig kommen.“

Wer nicht mitfeiern möchte, sollte die Innenstadt an den beiden Tagen abends übrigens umfahren. Jeweils ab 18 Uhr (bis 1.30 Uhr) wird der untere Bereich der Bismarck-Straße gesperrt. Gleiches gilt für das südliche Ende der Michaelisstraße.

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