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Diabetes-Tag in Schleswig : Die unterschätzte Zuckerkrankheit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Schleswiger Diabetes-Experte Dr. Carsten Petersen und sein Team organisieren den Welt-Diabetes-Tag für Schleswig-Holstein .

von
erstellt am 19.Aug.2015 | 07:47 Uhr

Sie wird oftmals verharmlost und unterschätzt: die Zuckerkrankheit. „Im Anfangsstadium tut sie nicht weh. Wohl deshalb ahnen viele Menschen nichts von der Zeitbombe, die in ihnen tickt, sowie von Folgeerkrankungen an Herz, Niere und Augen“, sagt der Schleswiger Arzt und Diabetes-Experte Dr. Carsten Petersen. Aufklären und informieren, was man gegen diese Volkskrankheit unternehmen kann, und wie man sich gegen sie wappnet – das möchte man am Welt-Diabetes-Tag am 14. November bewirken. In Schleswig laufen dazu die Vorbereitungen bereits an, denn Petersen und sein „aha!“-Team organisieren die Austragung für ganz Schleswig-Holstein.

Viele E-Mails, Telefonate und Korrespondenzen laufen jetzt im „aha!“-Büro bei Susanne Bergen und Rosi Joohs an. Die geplanten Veranstaltungen und Aktionen an diesem Tag, zu dem Diabetes-Spezialisten aus dem ganzen Land anreisen werden, sollen im Kreishaus stattfinden. Auch Ministerpräsident Torsten Albig wird kommen und gemeinsam mit Landrat und Bürgermeister am Abend vor dem blau angestrahlten Schloss Gottorf sprechen. Blau deshalb, um die UN-Farbe zu dokumentieren, denn der Welt-Diabetes-Tag wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen. Der UN-Hintergrund und der weltumspannende Informationstag machen deutlich, welches Ausmaß die Zuckerkrankheit bereits genommen hat. „Wir gehen davon aus, dass in Deutschland jedes Jahr mehr als 250  000 Menschen neu erkranken“, betont Petersen.

Diabetes mellitus Typ 2 gehört zu den Kehrseiten des guten Lebens, wenn es mit reichlich leckerem Essen und Bequemlichkeit einhergeht. Schon fast jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist an Diabetes erkrankt. Tendenz steigend. Auch zunehmend Jüngere sind betroffen. Doch der Lebensstil lässt sich ändern. Und hier setzt Carsten Petersen an mit dem Vorbeugungs-Projekt, das sich „aha! ab heute anders“ nennt. „Ein bisschen abnehmen, sich etwas mehr bewegen – schon eine moderate Änderung der Lebensgewohnheiten also bewirkt einiges, wie Studien belegen“, sagt er. In manchen Fällen sei damit der Ausbruch der Krankheit sogar vermeidbar.

Um rechtzeitig einer Diabetes-Erkrankung zu begegnen oder sie gar zu stoppen, sollte man ermitteln, ob erhöhte Blutzuckerwerte vorliegen. Jeder Hausarzt kann nach vorheriger Anmeldung bei der Kassenärztlichen Vereinigung am „aha!“-Programm teilnehmen, damit er das sogenannte Risiko-Testpaket für seine Patienten zugesandt bekommt. Die Auswertung der Testbögen nimmt dann das „aha!“-Büro vor.

Der Welt-Diabetes-Tag dient dazu, die Aufmerksamkeit gegenüber der Diabetes-Krankheit zu erhöhen – und vorbeugende Schritte einzuleiten.

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