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Schleswiger Nachrichten

23. August 2017 | 02:59 Uhr

Jagel : Die Tornados sind zurück

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bauarbeiten auf dem Fliegerhorst Jagel sind weitgehend abgeschlossen. Die Tornados waren nach Bayern ausgewichen. Jetzt beginnt die Nachtflugsaison.

Es wird wieder lauter am Himmel über der Region Schleswig. Nachdem sich der Nebel gestern endlich verzogen hatte, kehrten gegen Mittag mit zweistündiger Verspätung acht Tornados vom bayerischen Lechfeld zum Fliegerhorst Jagel heim. Die Maschinen waren in den vergangenen zwei Monaten zunächst nach Hohn und anschließend nach Bayern verlegt worden, um von dort aus ihre Übungsflüge zu absolvieren. Vier weitere Jets, die sich noch auf dem Nachbarflugplatz in Hohn befinden, sollen nächste Woche zurückkehren.

Seit Mitte Juni hatten keine Starts und Landungen in Jagel mehr stattgefunden. Der Flugbetrieb war eingestellt worden, um umfangreiche Baumaßnahmen in Angriff nehmen zu können. Dazu zählten Sanierungsarbeiten an den Flugzeugbunkern (Shelter) sowie den Rollstraßen und Shelter-Vorfeldern. Auch musste an der Instandsetzungshalle 36 vorübergehend ein großer Kran aufgebaut werden, um Sturmschäden am Dach zu beheben, die noch vom Orkan „Christian“ im Herbst 2013 stammten. Der Kran hätte wegen der Nähe zur Start- und Landebahn die Sicherheit des Flugbetriebs gefährdet. Noch nicht abgeschlossen sind die Sanierungsarbeiten am Tower. Die Flugbewegungen werden aktuell von einem mobilen Tower aus kontrolliert.

„Ab Montag beginnen wir wieder mit dem regulären Flugbetrieb“, sagte Oberstleutnant Alexander Schneider, Kommandeur Fliegende Gruppe im Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“. Dann seien täglich etwa zehn bis 15 Flüge vorgesehen. Ende des Monats beginne zudem die Nachtflugsaison, so Schneider weiter. „Wir versuchen, viel Rücksicht zu nehmen. Aber Nachtflüge sind nunmal ein ganz wesentlicher Bestandteil unseres Übungsbetriebes. Ganz ohne geht es nicht“, warb er um Verständnis bei der Bevölkerung. Mehr als die zwölf zurückverlegten Tornados stehen dem Geschwader aktuell nicht zur Verfügung. Einige Maschinen werden gerade von der Industrie modernisiert. Laut Buchbestand gehören 23 Jets zum Geschwader.

Bereits Anfang Oktober wird der Flugbetrieb in Jagel für rund zwei Wochen abermals ruhen, wenn mehrere „Immelmann“-Tornados an der Übung im englischen Leeming teilnehmen. Im Juni nächsten Jahres ist Jagel dann selbst wieder Basis für ein Großmanöver, wenn sich zu „Jawtex 2016“ diverse Jets aus dem In- und Ausland treffen.

Für die rund 850 Kilometer von Lechfeld in den hohen Norden brauchten die Tornados übrigens zirka eine Stunde – bei einer normalen „Reisegschwindigkeit“ von 900 Stundenkilometern, wie Oberstleutnant Schneider erklärte. Als die Maschinen dann nach und nach in Jagel landeten, kam auch die Handvoll „Plane-Spotter“ auf ihre Kosten, die außerhalb des Zaunes darauf wartete, ihre Fotos schießen zu können. In den entsprechenden Internetforen hatte es sich natürlich herumgesprochen, dass die flugfreie Zeit zu Ende ist.

 

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erstellt am 21.Aug.2015 | 16:45 Uhr

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