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10. und 11. Juli in Schleswig : Die Swinging City kehrt zurück

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ingo Harder und Helmut Kruse organisieren Stadtfest – allerdings in abgespeckter Form

Es war ein ziemliches Hin und Her, jetzt aber dürfen sich die Schleswiger freuen: In diesem Jahr wird es erstmals seit 2012 wieder eine Swinging City geben. Unternehmer und Ratsmitglied Ingo Harder wird gemeinsam mit Disco-Betreiber Helmut Kruse („Vineta“) das Stadtfest am 10. und 11. Juli in der Ladenstraße organisieren. „Ich habe am Montag mit den Planungen angefangen und meine Fühler nach Musikgruppen ausgestreckt“, sagt Harder. Wenige Tage zuvor hatte sich Marlon Böhning, Inhaber einer Sicherheitsfirma in Schleswig, davon verabschiedet, eine Musikmeile auf die Beine zu stellen. Ihm war das Vorhaben offenbar zu teuer geworden.

Harder hatte bereits im vergangenen Jahr damit geliebäugelt – damals gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Uwe Friedrichs –, die zuvor mehr als zwei Jahrzehnte lang erfolgreiche Swinging City wieder aufleben zu lassen. Dann hatte er aber wieder Abstand davon genommen, weil Böhning und dessen Partner Thore Josten ihrerseits die Planungen bereits vorangetrieben hatten.

Nun sah sich Harder in der Pflicht, das Comeback des in der Bevölkerung so beliebten Festes, das die Stadt letztmals 2009 bezuschusst hatte, zu retten. „Ich höre von den Menschen immer wieder, wie schade es ist, dass es in den vergangenen Jahren keine Swinging City mehr gab.“ Viel Zeit bleibt dem 55-Jährigen zwar nicht mehr. „Aber ich bin guter Dinge, dass alles klappen wird“, sagt er. Die Genehmigung vom zuständigen Bauamt hat er bereits in der Tasche. Allerdings werde die Musikmeile nicht wie früher vom Gallberg bis zum Hertie-Haus reichen, sondern die Bands werden nur zwischen Kornmarkt und Capitolplatz spielen. „Wir können nicht die ganze Ladenstraße bestücken. Das kriegen wir zeitlich nicht mehr hin. Nächstes Jahr können wir die Veranstaltung dann wieder größer aufziehen.“

Zunächst galt es für Harder und Kruse, einen passenden Termin zu finden. Böhning wollte die Innenstadt am 17. und 18. Juli erschallen lassen. „Aber am 16. Juli findet auf dem Kornmarkt schon der Musiksommer statt“, erklärt Harder. „Da hätte man den Ab- und Aufbau nicht geschafft.“ Außerdem, so Harder, veranstalte er selbst bereits am Wochenende 31. Juli  /  1. August wieder seine Beach-Party auf dem Capitolplatz. Nun soll die Swinging City also am Freitag und Sonnabend, 10. und 11. Juli, steigen. Welche Musiker dem Publikum einheizen werden, ist derzeit noch weitgehend unklar. Immerhin steht seit gestern fest, dass die Schleswiger Kultband Conventional Sound dabei sein wird. Insgesamt will Harder zwölf bis 15 Gruppen für die zwei Haupt- und zwei kleineren Bühnen verpflichten. „Wir wollen auch gerne mit Newcomer-Bands arbeiten.“ Auf jeden Fall werde „Gute-Laune-Musik“ geboten. „Rockiges, Poppiges, Oldies – von allem wird etwas dabei sein“, verspricht Harder. Finanzieren will er die mehrere zehntausend Euro teure Fete durch Standgebühren und mit Hilfe von Sponsoren.

Ob das Stadtfest tatsächlich wieder Swinging City heißen wird, ist indes noch nicht geklärt. Während Marlon Böhning es in „Schleswig in Musica“ umtaufen wollte, würde Harder gerne an dem etablierten Namen festhalten. Als er jedoch vor einigen Jahren mal wegen einer möglichen Organisation des Festes nachfragte, teilte ihm die damalige Stadtmanagerin Monika Siegel mit, er könne den Namen Swinging City gegen eine Gebühr von 500 Euro nutzen. Zahlen will Harder dafür aber nicht. „Wir müssen sowieso schon jeden einzelnen Cent umdrehen.“

Der neue Stadtmanager Rüdiger Knospe deutet auf SN-Nachfrage ein Entgegenkommen an. „Sollte es beim Namen wirklich um 500 Euro gehen, wird es daran nicht scheitern.“ Knospe zeigt sich vielmehr erfreut, dass es zu einer Neuauflage des Stadtfestes kommt. „Alles, was Leben in unsere Stadt bringt, begrüße ich.“

Macher Ingo Harder hat derweil ordentlich Stress – und ständig das Handy am Ohr. „Meine Liebe zu Schleswig bricht mir irgendwann noch mal das Genick“, sagt er und lacht.

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erstellt am 26.Feb.2015 | 07:46 Uhr

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