Die Schwerter sind geschärft

Die Besucher dürfen sich auf spektakuläre Schaukämpfe in der Arena auf den Königswiesen freuen.
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Die Besucher dürfen sich auf spektakuläre Schaukämpfe in der Arena auf den Königswiesen freuen.

Mehr als 400 Mitwirkende und neu inszenierte Kampfshows: Am 9. August beginnen die Wikingertage in Schleswig

shz.de von
01. August 2018, 18:40 Uhr

Im vergangenen Jahr wurden die Wikingertage zu ungewollten Wasserspielen. Der komplett verregnete Sonnabend setzte den Veranstaltern Kaj-Uwe Dammann und Stephan Vollbehr damals schwer zu. „Wir haben hohe Verluste gemacht“, räumt Dammann ein. Vor allem deswegen stellen er und sein Kompagnon in diesem Sommer eine um einen Tag verlängerte Veranstaltung auf die Beine. So beginnen die Wikingertage bereits am Donnerstag, 9. August, mit einem „Familientag“, an dem Kinder und Erwachsene zu vergünstigten Eintrittspreisen auf die Königswiesen können (siehe Infokasten), um dort in die Welt der Nordmänner einzutauchen. Bis zum Sonntag, 12. August, werden mehr als 400 Aktive das Programm gestalten. „Wir mussten etwas versuchen. Mal sehen, wie die längeren Wikingertage angenommen werden“, sagt Damman.

In diesem Jahr richtet er die Veranstaltung zum 20. Mal aus. Ein Jubiläum also, das zufällig mit der Ernennung der Wikingerstätten Haithabu und Danewerk zum Weltkulturerbe zusammenfällt. Ob dieser Unesco-Titel sich bereits positiv auch auf die Wikingertage auswirken wird, darüber mag Dammann nicht spekulieren. Stephan Vollbehr stellt gleichwohl klar: „Der Welterbe-Titel ist natürlich ein Knaller. Klasse, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat.“

Die Veranstalter hoffen, auch mehr Gäste aus Skandinavien nach Schleswig locken zu können. „Wir machen noch mehr Werbung in Dänemark“, erklärt Dammann.

Die von vielen Gästen kritisierten modernen Getränkewagen weichen mittelalterlichen Tavernen. Auch verzichten die Veranstalter bewusst auf eine große Musikbühne. Stattdessen unterhalten Gruppen wie „Tears for Beers“, „Venus on Strings“ oder „MaCabe & Kanaka“ das Publikum von einer kleineren Bühne aus. „Das Ganze wird ein bisschen uriger“, verspricht Dammann.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht wie gewohnt das Wikingerdorf, in dem die Gäste Einblick bekommen in Handwerkskünste wie Waffenschmiede, Kettenhemdherstellung oder Trinkhornschleiferei. In einem Wikingerdorf für Kinder können die Kleinen auf eine mittelalterliche Abenteuerreise gehen.

Außerdem gibt es auch dieses Jahr wieder Kampfshows. 60 Kämpfer werden mehrmals täglich aufeinander losgehen – „die Schwerter sind geschärft“, sagt Stephan Vollbehr und lacht. Erstmalig würden zwei komplett neu inszenierte Kampfshows mit spektakulären Aktionen präsentiert, kündigt er an.

Und wenn das Wetter auch dieses Mal wider Erwarten nicht mitspielen sollte? Dann werden zumindest die Königswiesen nicht unter Wasser stehen, nachdem die Stadt im Frühjahr eine Drainage verlegt hat. „Das Problem haben sie gut gelöst“, freut sich Vollbehr.

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