Neuer Slogan für die Stadt : Die Schleswiger Bürger sind gefragt

Die Wikinger gehören zumindest bei den jährlichen Wikingertagen fest zu Schleswig.
Die Wikinger gehören zumindest bei den jährlichen Wikingertagen fest zu Schleswig.

Soll sich Schleswig als „Wikingerstadt“ vermarkten? – Verwaltung und Politik rufen zu Ideenwettbewerb auf.

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03. Dezember 2014, 07:03 Uhr

Schleswig sucht nach einem schärferen Profil – und will dabei jetzt die Bevölkerung einbinden. Klar ist: Das Label „Die freundliche Kulturstadt“ hat ausgedient und soll durch einen – wie es im Rathaus heißt – „zeitgemäßeren Slogan einschließlich Logo“ ersetzt werden. Die hiesige Wirtschaft war bei der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal für Schleswig bereits im Frühjahr fündig geworden und hatte in einem Strategiepapier den Begriff „Wikingerstadt“ vorgeschlagen. Doch ist dieser Slogan tatsächlich geeignet, um Schleswig nach außen hin erfolgreich zu vermarkten und Gäste anzulocken? Und ist es aus historischer Sicht überhaupt legitim, Schleswig als Wikingerstadt zu bezeichnen, wo doch die Nordmänner einst auf der anderen Seite der Schlei in Haithabu siedelten? Diese Fragen sind – das haben die Reaktionen gezeigt – sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik umstritten.

Der Kulturausschuss hat deshalb in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Bürgerinnen und Bürger nach ihren Ideen zu befragen. Verwaltung und Politik rufen nunmehr zu Stellungnahmen zu folgenden Punkten auf:

1. Ich halte die Profilierung der Stadt mit dem Thema „Wikinger“ für richtig (eine Begründung ist freiwillig).

2. Ich habe folgende alternative Vorschläge und Anregungen zur Profilierung der Stadt Schleswig.

Es wird gebeten, die Antworten bis zum 31. Dezember per Brief (Stadt Schleswig, Stichwort: „Logo“, Postfach 1449, 24825 Schleswig), per Mail an stadt@schleswig.de oder über das Kontaktformular auf der Internetseite (http://www.schleswig.de/ kontakt.php) an die Stadtverwaltung zu senden. Dabei ist die Angabe des Namens und der Adresse erforderlich. Das Rathaus weist darauf hin, dass die Daten nicht veröffentlicht und nach Abschluss der Aktion vernichtet werden.

Das Ergebnis der Bürgerbefragung soll bis Mitte Januar ausgewertet und anschließend öffentlich bekanntgegeben werden. Bürgermeister Arthur Christiansen begrüßt die Aktion und sagt: „Ich hoffe, dass viele Menschen ihre Vorstellungen und Anregungen einsenden werden.“ In den zurückliegenden Wochen sei deutlich geworden, dass sich die Schleswiger intensiv mit dem Thema beschäftigten. „Denn es geht ja um ihre Stadt.“

Das Konzept der Wirtschaftsvertreter zum Image als „Wikingerstadt“ ist übrigens auf www.schleswig.de unter der Rubrik „Aktuelle Themen“ nachzulesen. Es kann zudem per E-Mail über die Adresse presse@schleswig.de angefordert werden.

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