zur Navigation springen

Schleipromenade : Die Rutschpartie hat ein Ende

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der marode Holzsteg am Anleger der „Wappen von Schleswig“ wird zurzeit komplett erneuert.

Er ist längst zum Stadtgespräch geworden, der marode Holzsteg an der Schleipromenade. Glitschige Bretter, tiefe Löcher und hervorstehende Kanten haben in den vergangenen Monaten für einige Stürze und noch mehr Kopfschütteln gesorgt. Damit aber ist nun Schluss. Seit Dienstag sind Mitarbeiter der Schleswiger Firma Lorenzen dabei, den Steg komplett abzubauen. Wenn es die Witterung zulässt, soll nun bis Ende Dezember, so heißt es im Rathaus, eine komplett neue Anlage errichtet werden.

Eine gute Nachricht nicht nur für Fußgänger, Jogger und Radfahrer. Auch Gisela Boyer ist „heilfroh, dass nun endlich etwas passiert“. Gemeinsam mit ihrer Schwester Hertha ist sie Eignerin der „Wappen von Schleswig“, die direkt an dem Steg an- und ablegt. Immer wieder habe es Beschwerden von Fahrgästen gegeben, insbesondere in der vergangenen Saison. Aber nicht nur die Touristen hätten den schlechten Zustand der Brücke beklagt. „Erst neulich bin ich in der Ladenstraße wieder von einer Bekannten angesprochen worden, die auf den glitschigen Brettern ausgerutscht war. Das war wirklich kein Zustand mehr“, sagt Boyer, die nun ein Lob in Richtung Stadt ausspricht, sich aber gleichzeitig auch einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen kann: „Wir sind sehr zufrieden, dass die Arbeiten jetzt – wie versprochen – losgegangen sind. Es wird also anscheinend doch noch etwas in dieser Stadt realisiert.“

Tatsächlich war der Zustand der Steganlage schon lange katastrophal. Bereits seit fast drei Jahren warnten Schilder vor „Gehwegschäden“, im Mai tauschten die Umweltdienste der Stadtwerke dann einzelne Bretter aus, nachdem unter anderem eine ältere Dame gestürzt war und sich verletzt hatte. Dabei hätte der Steg schon Ende 2013 komplett erneuert werden sollen. Daraus wurde jedoch nichts. Im Mai kündigte die Stadt schließlich erneut an, die Brücke noch in diesem Jahr zu sanieren – und hielt diesmal Wort.

Rund 55 000 Euro wurden für Material und Arbeiten in den Nachtragshaushalt für 2014 gestellt. Am Ende soll ein komplett neuer Steg aus dicken Eichenplanken entstehen.

 

zur Startseite

von
erstellt am 27.Nov.2014 | 07:03 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen