Das war „Schleswig swingt“ : Die Mega-Party in der Ladenstraße

„Schleswig swingt“ am Sonnabendabend: So brechend voll ist die Ladenstraße nur einmal im Jahr. Fotos: jcw
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„Schleswig swingt“ am Sonnabendabend: So brechend voll ist die Ladenstraße nur einmal im Jahr. Fotos: jcw

„Schleswig swingt“ bei bestem Sommerwetter: Mehr als 10 000 Besucher feiern an zwei Abenden bis um Mitternacht.

shz.de von
23. Juli 2018, 07:32 Uhr

Sonnabend kurz vor 21 Uhr. Es herrscht Gedränge in Schleswigs Ladenstraße. Schon seit dem späten Nachmittag hat sich die Menge vor den großen drei Bühnen versammelt. Die Stimmung ist ausgelassen, die Stadt hat ihr Volksfest. Es dürfen wieder einmal mehr als 10 000 Menschen gewesen sein, die bis in die Nacht hinein gemeinsam feiern möchten. Die Versorgung mit Getränken und Imbissen ist reichlich, am Gallberg, auf dem Kornmarkt und am Capitolplatz wird zwischen den Auftritten der Bands viel gegessen und getrunken.

Viele der Besucher sind jedes Jahr dabei, wenn es wieder heißt: „Schleswig swingt“.

Auf dem Kornmarkt etwa steht Astrid Kybelka in einer Gruppe Mittvierziger am Getränkewagen und wartet auf den Auftritt der Band „Chili Con Pepper“. „Wir freuen uns auf die tolle Musik und auf viele nette Menschen, die wir lange schon nicht mehr gesehen haben“, sagt Kybelka. Heute sei die Gelegenheit, alten Bekannten über den Weg zu laufen und wieder einmal ins Gespräch zu kommen. So sehen es auch die Schleswiger um Claudia und Andreas Jacobsen, die nur wenige Meter weiter und schon etwas näher an der Bühne stehen. Sie sind gerade erst aus dem Urlaub zurück und haben Lust auf einen langen Abend. „Heute kann man mal Rock’n’Roll in Schleswig erleben“, sagt Jacobsen. Auch viele junge Menschen aus der Umgebung kommen her. „So viel und so gute Live-Musik sehen wir sonst selten“, erzählt etwa Rick Schröder aus Kropp.

Veranstalter Ingo Harder hat sich mit seiner Ehefrau Inge unter das Publikum auf dem Capitolplatz gemischt. Auf der Bühne spielt die Band „Soulution“ ihren rockigen Soul und kommt damit sehr gut an. Harder ist mehr als zufrieden mit dem Ablauf. „Wir haben super Bands, und alle sind glücklich. Die Leute kommen teilweise direkt zu mir und bedanken sich für die Musik“, berichtet er.

Zudem laufe alles sehr harmonisch ab, von aggressiven Zwischenfällen bisher keine Spur. Auch die Technik auf den großen Bühnen funktioniere einwandfrei. Dafür hat Harders Mitarbeiter Cem Sadik gesorgt, der neben ihm steht. Sadik, der am Tag zuvor selbst noch mit seiner Band „Oldscool“ aufgetreten ist, hat sich außerdem um die Buchung der Musiker gekümmert. „Wir wollen Vielfalt bieten und versuchen deshalb, Bands aus allen Genres zu bekommen“, sagt er. Immer schaue er sich die Bands vorher live an. So könne er sich sicher sein, dass die Qualität hinterher stimme.

150 Bands hatten sich in diesem Jahr um einen Auftritt auf dem Schleswiger Stadtfest beworben, sagt Ingo Harder. Angenommen werden konnten aber nur 28. Potenzial für eine noch längere und größere Veranstaltung wäre also da. Einen dritten Tag „Schleswig swingt“ hält Harder aber für schwer umsetzbar. „Da müsste ich erstmal ganz tief in mich gehen. Ich weiß nicht, ob das funktionieren würde“, sagt er. Denkbar sei aber, die Bands zukünftig noch früher am Nachmittag auftreten zu lassen und das Line-up noch zu erweitern. Das Programm von 2018 sei schwer zu toppen, aber Harder und Sadik wollen es natürlich versuchen, sagen sie.

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