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Geschenkidee : Die Marke „Schleswig“ hat viele heimliche Helfer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ob beim Schmuck, bei alkoholischen Getränken oder Tabakwaren: Die Schlei-Stadt taugt bestens als Label

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 12:39 Uhr

Schloss Gottorf, der Dom, die Wikinger und die Schlei: Schleswig hat Einheimischen und Touristen viel zu bieten. Doch was kann man tun, um diese Schatzkiste auch dauerhaft in Erinnerung zu behalten? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn Erinnerungs-Klassiker wie Jute-Tüte oder Sweat-Shirt mit Schleswig-Aufdruck sind in der Stadt nicht zu haben. Dennoch gibt es eine breite Produktpalette, mit der die Marke „Schleswig“ unterstützt wird. Die SN hat sich auf die Suche nach den heimlichen Helfern der Schlei-Stadt gemacht.

Bei Jan-Oliver Küster, dem Inhaber des Wein-Quartiers No. 7, ist allerdings von Heimlichkeit keine Spur. Denn: „Die meisten Käufer unserer Schleswig-Artikel sind Einheimische“ – und die wissen längst, welche Spezialitäten im Geschäft am Beginn des Lollfuß zu haben sind. Da tummeln sich neben gut ausgesuchten Weinen aus aller Welt lokale Marken wie der Schlei-Aquavit, der Schlei-Secco oder die Rotwein-Cuvée „Gegen den Wind“ vom Weingut Kiefer in Baden.

Einen Schleswiger Aquavit bietet auch Harry Ober unter dem Namen „Große Breite“ an. Diesen fährt er in seinem Boot über die Schlei – eine Anspielung auf den Reifeprozess des norwegischen Linie-Aquavits, der am Äquator entlanggefahren wird. Am anderen Ende von Schleswigs Einkaufsmeile bietet Ober in seinem Whiskey- und Wein-Depot in der Mönchenbrückstraße außerdem Schloss-Gottorf-Sekt, Schleswig-Weine und den Schlei-Schluck an. Wer dabei Brackwasser befürchtet, kann beruhigt sein: Es handelt sich um einen Obstler. Vor allem an den Aquavit stelle er, so Ober, einen hohen Anspruch, denn dieser soll zimmertemperiert genießbar sein. Ober ist da eigen: „Jede Spirituose, die nur gekühlt trinkbar ist, kann man in meinen Augen vergessen.“

Unvergesslich hingegen sind die Produkte, die Goldschmiedemeister Uwe Frieß anbietet. Denn in seinem Geschäft finden Schmuckliebhaber Ringe und Krawattenklammern mit dem Panorama der Stadt. Ein Detail des Schmucks war allerdings schon Grund dafür, dass sich potentielle Kunden gegen einen Kauf entschieden haben: Der – nicht allzu beliebte – Wikingturm ist ebenfalls zu sehen. „Nicht jeder möchte so was am Finger tragen, aber der Turm gehört trotzdem zum Stadtbild“, sagt Goldschmiedemeister Timm Weichhan und fügt lächelnd hinzu: „Aber auf Anfrage schleifen wir den weg.“

Natürlich: Wer „Schlei“ sagt, der muss auch „Haithabu“ sagen. Zu den Shop-Angeboten des Wikinger Museums Haithabu betont Museums-Leiterin Ute Drews: „Wir möchten eine emotionale Bindung zwischen dem Kunden und dem Standort Haithabu schaffen.“ Deshalb achte sie darauf, dass die Produkte ausschließlich vor Ort erhältlich sind und dass jede Preiskategorie bedient wird.

Sollte man im Museums-Shop wider Erwarten nicht das passende Mitbringsel gefunden haben, lohnt sich ein Abstecher ins Beowulf Schleswig im Lollfuß. Von Schmuck über Lederhandwerk bis hin zu Literatur und Met finden Wikinger-Fans vieles, was ihre Herzen höher schlagen lässt. „Die Idee dahinter war es, nicht nur Produkte zu verkaufen, sondern auch Geschichtsinteressierten die Thematik näherzubringen“, erläutert Geschäftsinhaber Ralf Matthies.

Wem der Met aus dem Beowulf zu süß ist, kann zum Bier der Asgaard Brauerei greifen. Der Name spielt auf das altnordische Asgard an, den mythologischen Wohnort des Göttergeschlechts der Asen. In diesem Hintergrund sieht Geschäftsführer Reiner Wegner die Stärke des Marken-Images. Viele Brauereien würden mit ihrem Quellwasser oder der Firmengeschichte werben. „Wir dagegen haben mit den Wikingern etwas, das die Identität unseres Bieres so besonders macht“, betont er. Mittlerweile beliefert die Brauerei etwa 100 Supermärkte, Tendenz steigend. Wegner erklärt den Erfolg: „Was früher Bio-Produkte waren, sind heute regionale Artikel.“

Ein Trend, den auch Knut Thomsen erkannt hat. In seinem Geschäft im Stadtweg bietet er Schleswig-Zigarren, Tabak und Zippos mit Wikinger-Motiven an. Die Tabakmischung hat der Geschäftsführer eigens zusammengestellt. „Viele Tabakläden haben bereits eigene Sorten. So kam auch ich auf die Idee, einen Schleswiger Tabak anzubieten“, berichtet Thomsen. Bisweilen bekommt er Anfragen von Schleswig-Touristen aus ganz Deutschland, die seinen Tabak auch in der Heimat nicht missen wollen. Doch Thomsen bedauert: „Das rechnet sich leider nicht.“

Wofür die vielen Schleswig-Produkte gut sein sollen, weiß Stadtmanagerin Monika Siegel. Sie sieht darin einen wichtigen Beitrag zur „Identität der Stadt“. Zudem: Als Einheimischer habe man seinen Gästen „etwas vorzuweisen“, was in das Image von Schleswig als Kultur-Stadt passe. Und damit zum letzten Produkt. Seit einigen Jahren bietet die Firma Nordwind im Stadtweg ihre Schleswig-Kiste an. Diese hölzerne Schachtel mit Präsenten enthält unter anderem den Schlei-Aquavit. Zwar ist die Idee zur Kiste den häufigen Nachfragen der Touristen nach Mitbringseln geschuldet. Doch Siegel hat bemerkt: „Hauptsächlich nutzen Unternehmen die Kiste als Geschenk für Geschäftskunden.“ Auch so kann man für Schleswig werben.

 

 

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