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Schleswiger Nachrichten

16. Dezember 2017 | 01:24 Uhr

Die magischen Bilder werden gerade montiert

vom

Hinter den Kulissen der Gottorfer Realismus-Ausstellung (ab 26. Mai)

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

schleswig | In der Reithalle, dem größten Ausstellungs-Gefäß des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte auf der Gottorfer Schlossinsel, wird derzeit mächtig gewerkelt. Leitern stehen herum, ein großes, mehrstöckiges Gerüst türmt sich an der Längsseite empor, auf Tischen sind Werkzeuge ausgebreitet. Grund für den Trubel ist die Ausstellung "Realismus in Norddeutschland - eine Zwischenbilanz", die am 25. Mai um 17 Uhr dort eröffnet wird und ab 26. Mai für das Publikum zu sehen ist. Rund 200 Werke von 18 Künstlern werden dann präsentiert. Ihre Bandbreite reicht von der Landschaft über das Stilleben bis hin zu Figurenkompositionen, Portraits und Akten.

Um die Menge der Kunstwerke in der Reithalle unterzubringen, musste sich der Projektverantwortliche Dr. Thomas Gädeke, zugleich kommissarischer Direktor des Landesmuseums, etwas Besonderes einfallen lassen. Etliche der großformatigen Gemälde werden erstmals im oberen Teil der Längswand gehängt, nahezu unter der Decke. "Gerade die großen Landschaftsbilder vertragen diese Platzierung bestens", ist Gädeke überzeugt. In der Tat teilt sich deren Wirkung eher durch den Abstand als in einer Nahbetrachtung mit.

Auf dem Podest in der Reithalle dagegen werden traditionell eher grafische Stücke und die kleineren Formate gezeigt. So ist das auch bei der neuen Ausstellung, Die dialogische Intimität der Betrachtung solcher Arbeiten ergänzt die Wahrnehmung der monumentalen Werke auf der großen Wand aufs Beste.

Die Gliederung der Ausstellung wurde von Gädeke, der viele der Künstler in ihren Ateliers besucht hat, "nach inhaltlichen Gesichtspunkten" vorgenommen; so dominieren einmal Stadtlandschaften, dann wieder Hafen-Ansichten. Gerade in diesem Vergleich erhellt sich schon während der Hängung, dass die realistische Malerei keineswegs an ihrem Endpunkt angelangt ist - "solange nur", ergänzt Kurator Gädeke als Kenner der Künstler und Befürworter dieser Kunstrichtung, "jenes Quantum an Magie vorhanden ist", das ein gutes Bild zu einem großartigen macht. Und davon gibt es in der Reithalle viele.

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