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Amt Süderbrarup : Die Kameradschaft ist sein Motor

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Wehrführer der amtsangehörigen Gemeidnen danken Helmut Schwebel, der 18 Jahre lang stellvertretender Amtswehrführer war

Die Wehrführerdienstversammlung des Amtes Süderbrarup stand ganz im Zeichen des Abschieds von Helmut Schwebel. Seit 18 Jahren war er stellvertretender Amtswehrführer, bis er am Jahresende 2015 aus Altersgründen nicht wieder für dieses Amt kandidierte. Die ersten zwölf Jahre vertrat er Rainer Erichsen, und die letzten sechs Jahre begleitete er Jürgen Werner. Schwebels Abschied wurde mit großem Trara begangen. Eigens für ihn war der Feuerwehrmusikzug des Amtes Süderbrarup in die Gaststätte Ulsniskirchenholz gekommen, um dem langjährigen stellvertretenden Amtswehrführer seine drei Lieblingsmusikstücke vorzuspielen.

Feuerwehr war und ist für den stets gut gelaunten Schwebel eine Lebensaufgabe. Bei seinem Übertritt in die Ehrenabteilung im Februar nächsten Jahres wird er 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet haben. „Die Basis für Ehrenamtsarbeit lag bei Helmut in der Kameradschaft“, sagte der stellvertretende Amtswehrführer Ralf Nöhren in seiner Laudatio. Schwebels Stärke sei die Organisation von Veranstaltungen gewesen. Schwerpunkte lagen bei der Musik und der Jugendarbeit. Er habe viele junge Erwachsene zum Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr bewegen können und war Mitgründer der Jugendfeuerwehr Süderbrarup.

Dieses Engagement wurde auch von der Öffentlichkeit honoriert. Schwebel ist Träger des Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Gold, der Leistungsspange in Gold der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr und des Brarupmarkt-Ordens. „Du hast dich mit Herzblut dieser Aufgabe gewidmet“, stellte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen fest. Und für die Politik sei Schwebel immer ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen.

Der Geehrte selbst versprach, auch weiterhin das Feuerwehrgeschehen im Blick zu behalten und verabschiedete sich mit seinem oft zitierten Wahlspruch: „Nur gemeinsam sind wir alle stark!“

Amtswehrführer Jürgen Werner konnte in seinem Jahresbericht wieder eine Steigerung der Aktivenzahl um 18 auf 607 bekannt geben. Damit liegt man auf Amtsebene über der notwendigen Sollstärke. Doch leider ist die Verteilung nicht gleichmäßig. Neben Wehren mit Überschuss gibt es immer noch Gemeinden, in denen die Feuerwehr das benötigte Minimum an aktiven Kameraden nicht erreicht.

Insgesamt 79 Mal wurden Feuerwehren des Amtes Süderbrarup im letzten Jahr zum Einsatz gerufen. 29 Mal handelte es sich um Brandeinsätze und 36 Mal um Hilfeleistung. Erschreckend hoch war die Zahl von 14 Fehlalarmen, die hauptsächlich durch falsch eingestellte Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. Werner regte an, Fehlalarme in Zukunft in Rechnung zu stellen, und bestätigte, dass im März im Amt Süderbrarup der Digitalfunk eingeführt werden soll.

„Ich bedauere, dass es bisher zwischen den Gemeinden zu keiner Einigung zur gemeinschaftlichen Übernahme der Kosten für das hydraulische/pneumatische Rettungsgerät der drei Hilfeleistungs-Feuerwehren kam“, sprach er ein allen bekanntes Poblem an.
In seinem Grußwort betonte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren mit den Kommunen. Dadurch könne man die ständig steigenden Anforderungen an die Feuerwehren mit Augenmaß angehen und bewältigen. „Bei den Feuerwehren wird Ehrenamt gelebt“, stellte er fest. Das sei keine Selbstverständlichkeit.

Am Ende der Sitzung wurde Matthias Lange, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lindau, zum Brandmeister befördert.

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