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Schleswig : Die ganze Vielfalt der deutschen Sprache

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Vorverkauf für das Volkstheater-Festival „Wurzelwerk“ vom 25. bis 28. Mai hat begonnen.

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erstellt am 22.Apr.2017 | 10:51 Uhr

Schleswig | Es ist eine große Aufgabe, der sich die Mitglieder der Schleswiger Speeldeel gestellt haben. Drei Tage lang sind sie die Gastgeber für ein Volkstheater-Festival mit Schauspielgruppen aus ganz Deutschland und aus Südtirol. Es beginnt an Himmelfahrt, 25. Mai. Der Vorverkauf für das „Wurzelwerk“-Festival hat jetzt begonnen. Aufführungsorte sind neben „Uns lütt Theoter“ der Speeldeel in der Friedrichstraße auch das Hotel Hohenzollern, das Slesvighus und der St.-Petri-Dom.

Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) veranstaltet dieses Festival erst zum zweiten Mal. Bei der Premiere im saarländischen Sulzbach vor zwei Jahren waren die Speeldeel-Mitglieder Lutz Schnoor und Horst Seegebarth bereits als Akteure dabei. Obwohl das Publikum von ihrem plattdeutschen Stück „Bagger“ nur die Hälfte verstand, war die Stimmung ausgelassen.

Schnoor, der auch Vorsitzender der Speeldeel ist, gefiel das so gut, dass er und seine Mitstreiter schnell Schleswig ins Spiel brachten, als der BDAT einen Ausrichter für eine Neuauflage suchte. Die Schleswiger bekamen den Zuschlag.

Mit diesem einzigartigen Festival leistet das Amateurtheater einen wichtigen öffentlichen Beitrag zum Dialog der Kulturen und den daraus entstehenden Konsequenzen für die Ausgestaltung der deutschen Sprache“, sagt BDAT-Sprecherin Katrin Kellermann. Bairisch, Rheinisch, Platt oder jugendlicher Alltags-Slang – die deutsche Sprache wird an den drei Tagen in ihrer ganzen Vielfalt zu hören sein. Sieben Theatergruppen aus Bayern, Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und aus Südtirol präsentieren ihre Produktionen. Die Speeldeel selbst zeigt ihr aktuelles Stück „Hans Brüggemann“ – und zwar passend zum Thema vor der Kulisse des Brüggemann-Altars im St.-Petri-Dom.

Das Festival solle dazu beitragen, die Mundarttheater in ihrer Vielfalt und künstlerischen Entwicklung zu stärken und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements sichtbar zu machen, so Kellermann. Das Festival wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein, der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, der Stadt Schleswig sowie von weiteren Sponsoren. Ministerpräsident Torsten Albig hat die Schirmherrschaft übernommen.

Die Termine im Überblick

Himmelfahrt, 25. Mai

 20 Uhr: „Passion“, TIK Theater in der Kneioe (Oberfranken), Hotel Hohenzollern, Moltkestraße 41.

Freitag, 26. Mai

  15 Uhr: „Spuren“, Theatergruppe „Morgen wird schöner“ (Saarland), Uns lütt Theoter, Friedrichstraße 60.

 20 Uhr: „Die drei Eisbären“, Neuburger Volkstheater (Bayern), Slesvighus, Lollfuß 89

Sonnabend, 27. Mai

  9.30 Uhr: Jugendtheater „Junge Lüüd Löwenstedt (Nordfriesland) und „Kleene Schnute“ (Nordrhein-Westfalen), Uns lütt Theoter, Friedrichstraße 60

 15 Uhr: „Herr, ich hab die nicht verraten“, Peppe Mairginter (Südtirol), Uns lütt Theoter, Friedrichstraße 60

 19.30 Uhr: „Hans Brüggemann“, Schleswiger Speeldeel, St.-Petri-Dom.

Sonntag, 28. Mai

 10 Uhr: Podiumsdiskussion „Was bedeutet Volkstheater heute?“, Uns lütt Theoter, Friedrichstraße 60

Der Eintritt zu den Vorstellungen kostet 10 Euro (Jugendtheater 8 Euro). Vorverkauf unter Tel. 04621/9775576 oder  E-Mail an karten@schleswiger-speeldeel.de. Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei.

 
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