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Neues Ärztzehaus für Schleswig : Die Freiheit bekommt ein „Medi-Centrum“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Frühjahr beginnt der Umbau des „Fliegers“ auf der Freiheit zu einem Ärztehaus. Die Mieter stehen schon fest.

von
erstellt am 18.Feb.2017 | 08:01 Uhr

Es hat zwar etwas länger gedauert als ursprünglich geplant. Jetzt aber kann der „Flieger“ auf der Freiheit endlich durchstarten. Noch in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten in und an dem in den 1930er Jahren errichteten Gebäudekomplex losgehen, um ihn bis Sommer 2018 in ein „Medi-Centrum“ zu verwandeln. Unter anderem mehrere Ärzte, eine Apotheke, ein Sanitätshaus und vielleicht auch eine Physiotherapie-Praxis sollen dann den Betrieb aufnehmen.

„Nachdem wir von den Qualen des Denkmalschutzes befreit sind, kann es jetzt endlich losgehen. Ich bin optimistisch, dass das auch klappt“, sagt Hanno Lüttmer. Der Schleswiger Autohaus-Inhaber und Investor hatte das Gebäude, das seinen Namen seinem Grundriss verdankt (es sieht von oben aus wie ein Flugzeug), gemeinsam mit seiner Frau Marie-Luise bereits im Frühjahr 2015 von Team Vivendi gekauft. Schon damals sprach das Paar davon, dort ein Ärztehaus eröffnen zu wollen. Allein die strengen Auflagen des Denkmalschutzes verzögerten die Pläne. Inzwischen aber steht das Haus nicht mehr unter Schutz, so dass mehrere Interessenten jetzt konkret zugesagt haben, dass sie einziehen werden.

An erster Stelle steht dabei das Gelenkzentrum Schleswig-Holstein, das bereits seit Jahren eine Außenstelle am Schleswiger Rathausmarkt hat. „Die platzt allerdings – trotz inzwischen drei Umbauten – aus allen Nähten. Deswegen haben wir schon länger nach einer Alternative gesucht“, sagt Orthopäde Felix Zöllner, der sich gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Gerd Brockmann schnell mit Lüttmer auf eine Zusammenarbeit einigen konnte. Die geht nun soweit, dass man künftig nicht nur dessen Mieter, sondern vielmehr dessen Partner ist. „Wir haben die ,Flieger auf der Freiheit GbR’ gegründet und entwickeln den Standort jetzt gemeinsam“, sagt Lüttmer.

Die Orthopädie- und Gelenkpraxis wird künftig auf 450 Quadratmetern im Südteil des „Fliegers“ untergebracht sein. Fünf Ärzte, darunter ein Anästhesist, versorgen dort dann die Patienten. Auch Operationen können vor Ort vorgenommen werden. Fest steht ebenfalls, dass das Ehepaar Dr. Barbara Volger-Deimling und Dr. Andreas Deimling mit ihrer Lungenpraxis vom Schwarzen Weg als Mieter in den „Flieger“ umziehen. „Das Konzept von Herrn Lüttmer hat uns voll überzeugt. Die Freiheit muss sich, so wie ganz Schleswig, weiterentwickeln. Da passt das Medi-Centrum perfekt dazu“, sagt Andreas Deimling. Die Lungenpraxis, in der auch ein Hausarzt arbeiten wird, ist im Obergeschoss auf stattlichen 600 Quadratmetern geplant.

Noch befindet sich der „Flieger“ im Dornröschen-Schlaf.
Noch befindet sich der „Flieger“ im Dornröschen-Schlaf. Foto: wim (2)
 

Etwas kleiner, rund 350 Quadratmeter, wird das Motion-Center Holger Otto, das in den nördlichen Bereich des „Fliegers“ einziehen wird. Seine angestammten Räume in der Innenstadt wird das Sanitätshaus deshalb verlassen. „Wir bleiben mit einer Außenstelle aber im Stadtweg“, betont Geschäftsführerin Katrin Turowski. Zurzeit stehe man in Verhandlungen, Teile eines leer stehenden Ladens in der Alten Post (ehemals „C&A Kids“) anzumieten. „Wir wollen insgesamt noch einmal neue Wege gehen und sind deshalb ,ready to take off’“, sagt sie augenzwinkernd mit Blick auf den „Flieger“.

Der soll künftig auch ein Café mit Außenterrasse beherbergen. Zudem soll eine Apotheke einziehen und es ist auch noch Platz etwa für Physiotherapie oder eine chirurgische Praxis. „Es gibt für alle Bereiche mehrere Interessenten, aber da ist noch nichts konkret. Man kann sich noch bei uns melden“, sagt Hanno Lüttmer, der selbst von den Umbau-Plänen begeistert ist. Man werde helle Räume mit großen Fenstern schaffen, zudem wird es einen Fahrstuhl-Turm und weitere Glas-Anbauten geben. Dazu sind auf dem Grundstück rund 100 Parkplätze geplant. „Das ergibt ein schönes Gesamtbild“,ist er überzeugt. In Kürze werde man die Ausschreibungsphase beenden, „und dann geht’s los.“

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