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Neuer stress aus der B77 : Die Bundesstraße wird zur Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bundesstraße 77 ist durch Zehntausende Lkw stark ramponiert – jetzt muss in den nächsten sechs Wochen zwischen Kropp und Sorgbrück neu asphaltiert werden.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Es wird eng auf der Bundesstraße 77. Im vergangenen Jahr hatte die gesperrte Rader Brücke dafür gesorgt, dass Zehntausende Lkw auf die Strecke zwischen Rendsburg und Schleswig auswichen. Und die haben ihre Spuren hinterlassen, wie Gerhard Nörenberg von Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr deutlich machte. „Das hat ganz sicher zu einer schnelleren Abnutzung der Straße beigetragen, erklärt der Mann, der in der Behörde für den Straßenerhalt zuständig ist.

Besonders schwerwiegend sind die Schäden zwischen Kropper Busch und der Grenze zum Kreis Rendsburg-Eckernförde – und diese gut fünf Kilometer werden ab kommender Woche neu asphaltiert. Schon seit Tagen weisen Verkehrsschilder auf die Bauarbeiten zwischen dem 12. Mai und dem 23. Juni hin und warnen vor starken Verkehrsbehinderungen. Für die Arbeiten hat sich die Behörde eine ganz besondere Regelung einfallen lassen: Während Autofahrer Richtung Norden weiterhin freie Fahrt haben, muss sich der Verkehr in Richtung Rendsburg auf eine weiträumige Umleitung einrichten. „Wir haben eine Umleitung eingerichtet, die ab Kropper Busch über Tetenhusen, Hohn und Fockbek nach Rendsburg führt“, erläuterte Nörenberg. Grund für die so weiträumige Umfahrung der Baustelle ist die Tatsache, dass die Behörde keine Gemeindestraßen in die Umleitung einbezieht.

Nach Einschätzung des Fachmanns wird die Sperrung nicht schon wie angekündigt am kommenden Montag eingerichtet. „Wir haben den 12. Mai als frühesten Termin für den Baubeginn und den 23. Juni als spätesten Termin für die Fertigstellung angesetzt“, sagte Nörenberg. Die Straße erhält zwischen Kropp und Sorgbrück nicht nur einen neuen Asphaltbelag aus drei Schichten – auch der Fahrradweg wird mit einer neuen Deckschicht versehen. Für die Arbeiten hat die Behörde einen sehr engen Zeitplan vorgegeben. „Das ist schon ehrgeizig und wird ganz sicher nicht in den normalen Arbeitszeiten zu erledigen sein“, sagte Nörenberg, „es wird voraussichtlich auch an den Wochenenden gearbeitet – und möglicherweise auch rund um die Uhr.“

Weil die neue Straßendecke nahtlos verlegt werden soll, kommt auf die Autofahrer noch ein weiteres Problem zu: An einem Wochenende wird die Straße in dem betroffenen Abschnitt komplett gesperrt. Wann das sein wird, steht jetzt allerdings noch nicht fest – das Abstimmungsgespräch mit der beauftragten Firma findet erst morgen statt.

Wahrscheinlich wird dann auch die Teilsperrung der Rader Brücke ein Thema sein. Die wird nämlich nach den bisherigen Informationen ebenfalls am Montag wegen Asphaltierungsarbeiten teilweise gesperrt. Allerdings sollte diesmal die B 77 lieber nicht als offizielle Ausweichstrecke ausgewiesen werden.

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