Süderbrarup : Die Awo wünscht sich Nachwuchs

Die Vorsitzenden mit den geehrten Mitgliedern (v.li.): Alfred Tietz, Ruth Hoehme, Annelore Lorenzen, Evi Jensen, Vorsitzender Hans-Heinrich Itzke, Kai Jensen, Otto Matthiesen, die stellvertretende Vorsitzende Hannelore Gramm, Annemarie Nelamischkies und Heinrich Libuda.
Die Vorsitzenden mit den geehrten Mitgliedern (v.li.): Alfred Tietz, Ruth Hoehme, Annelore Lorenzen, Evi Jensen, Vorsitzender Hans-Heinrich Itzke, Kai Jensen, Otto Matthiesen, die stellvertretende Vorsitzende Hannelore Gramm, Annemarie Nelamischkies und Heinrich Libuda.

Die Zahl der Mitglieder in der Süderbraruper Awo ist stabil – aber es gibt ein Problem.

shz.de von
22. März 2017, 15:25 Uhr

Ehrenamtler zu gewinnen, ist nicht einfach. Auch Pastor Frank Schnoor von der Kirchengemeinde Süderbrarup kann ein Lied davon singen. Doch er wusste auch Rat und verkündete auf der Mitgliederversammlung der Awo Süderbrarup, es gelte, erst einmal neugierig zu machen und wenn Interessierte da seien, könne man sie auch gewinnen.

Die Awo Süderbrarup muss nicht mehr neugierig machen. Ihre Arbeit und ihr Programm sind bei den Bürgern gut bekannt. Das zeigen die Mitgliederzahlen. So ist seit Februar 2015 die Zahl der Mitglieder mit 374 konstant. Das sei ein Erfolg, sagte der Vorsitzende Hans-Heinrich Itzke in seinem Jahresbericht, musste aber mit Blick auf die zahlreich erschienenen Mitglieder im Süderbraruper Bürgerhaus feststellen, dass der Altersdurchschnitt sehr hoch und eine Verjüngung dringend erforderlich sei, womit er beim Vorschlag von Pastor Schnoor war.

In seinem Tätigkeitsbericht blickte der Vorsitzende auf Aktionen zurück, die von einem Kern von rund 30 Mitgliedern im vergangenen Jahr organisiert und umgesetzt wurden. Eine breit aufgestellte Seniorenarbeit war und ist Kerngebiet der Awo. Dazu gehört die Betreuung der Seniorenheim-Bewohner, das Verschenken von Blumengrüßen zu Feiertagen, von Kindern geschmückte Weihnachtsbäume sowie Geburtstags- und Krankenbesuche.

Hohen Stellenwert hat auch das Zusammenführen von Menschen, um Einsamkeit zu verhindern. Ein Renner ist seit 1990 das „Frühstück unter Freunden“. Einmal im Monat treffen sich vorwiegend Senioren zum gemeinsamen Frühstück im Bürgerhaus. 2016 konnten mehr als 700 Teilnehmer bei dieser Veranstaltung verzeichnet werden.

Neu ist einmal im Jahr, nach dem Frühstück, ein Gottesdienst mit Pastor Frank Schnoor. Fahrten zum Schwimmen nach Eckernförde, Gedächtnistraining, Kindertheater des Monats, Kinderadvent, Bunte Nachmittage und Ausflüge sind Teile des umfangreichen Programms der Awo Süderbrarup.

Bereits seit 38 Jahren betreibt die Arbeiterwohlfahrt eine Kleiderkammer, die durch den Zuzug vieler Flüchtlinge einen neuen Stellenwert bekommen hat. Itzke bedauerte, dass die Zahl einheimischer Besucher zurückgeht und betonte, dass die Awo-Kleiderkammer für alle Bedürftigen offen stehe.

Mit ihrem Angebot möchte die Awo breite Bevölkerungskreise ansprechen. So gibt es auch eine von Otto Matthiesen und seinen Helfern geführte Wandergruppe, die Wanderveranstaltungen für Erwachsene und Kinder organisiert. Durch zahlreiche Aktivitäten erarbeitet sich der Ortsverein eine Basis, um finanziell helfen zu können.

Bei den Wahlen wurden Vorsitzender Hans-Heinrich Itzke und seine Stellvertreterin Hannelore Gramm einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, wie auch Kassenführerin Ingrid Brix. Karin Richter und Ute Schäfer bleiben Beisitzerinnen. Neuer Revisorin wurde Renate Czerwenka.

In der Versammlung ehrte der Vorsitzende für zehn Jahre Mitgliedschaft Heinrich Libuda und Annemarie Nelamischkies sowie für 20 Jahre Alfred Tietz, Ruth Hoehme, Kai Jensen, Evi Jensen, Klaus Benkmann, Otto Matthiesen und Annelore Lorenzen.

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