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Landwirte klagen : Deutlich sinkende Rübenpreise

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Preisverfall beim Zucker belastet Bauern, obwohl die gesamte Ernte zu Biogas verarbeitet wird.

Die „goldenen Rübenjahre“ sind erst einmal vorbei. Der deutliche Preisverfall beim Zucker hat den Rübenpreis deutlich in den Keller gedrückt. Wurden in den Vorjahren zwischen 40 und 50 Euro pro Tonnen Zuckerrüben gezahlt, bekommen die Zuckerrübenanbauer im Norden für die letzte Kampagne nur noch 36,10 Euro pro Tonne. Stefan Büsching, Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauverbandes Schleswig-Holstein, machte auf der Mitgliederversammlung der Rüben-Erzeuger in Mittelangeln deutlich, dass auf die Landwirte ab 2017 erhebliche Veränderungen zukommen. Die Quote läuft 2016 aus. Wenn auch die Zukunft ungewiss ist, wurde auf der Versammlung im Satrup-Krog dennoch deutlich, dass die Rübe auch in Zukunft im Vergleich eine wirtschaftlich attraktive Feldfrucht bleiben werde.

Die Zusammenarbeit mit der Nordzucker AG als Abnehmer und Verarbeiter werde für den Zuckerrübenanbauer intensiver werden, sagte er, denn in Zukunft würden die Rüben anbauenden Aktionäre mit der Nordzucker Holding Lieferverträge abschließen. Das bedeute eine notwendige Stärkung der Erzeugerorganisation. Büsching: „Die Rübenbauer müssen sich dem Wettbewerb stellen.“ Jeder Aktionär habe auch in Zukunft einen Anspruch, seine Rüben an Nordzucker zu liefern.

Die Schleswig-Holsteinischen Rübenbauer gehen demnach gut gerüstet in diesen freien Wettbewerb, denn die Produktionsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen eine deutliche Steigerung sowohl in der Menge wie auch im Zuckergehalt. 2014 haben die Rübenbauer in Schleswig-Holstein 20 Prozent mehr Rüben geerntet als im Schnitt der vergangenen Jahre. In Angeln lag der Rübenertrag bei 85 Tonnen pro Hektar mit einem Zuckeranteil von 14,7 Tonnen.

Besonderheit in Schleswig-Holstein: Zwar sind alle Vertragslandwirte an die Nordzucker AG gebunden, dennoch ging keine einzige Rübe in die Zuckerproduktion. Statt dessen wurde die gesamte Rübenernte von 180  000 Tonnen in die Energieerzeugung geleitet. Für die Landwirte gelten dennoch die gleichen Konditionen. Nach Ansicht von Büsching „ein wachsender Markt“.  

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