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Schleswiger Nachrichten

22. August 2017 | 18:54 Uhr

Commerzbank-FIliale : Deutlich mehr Kunden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswiger Commerzbank-Filiale knackt die Marke von 5000 Privatkonten – und steigert Marktanteil auf 15 Prozent.

Die Commerzbank hat harte Jahre hinter sich. Der Schleswiger Filialleiter Kay Zimmermann gibt offen zu, dass das auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen ist. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als Deutschlands zweitgrößte Bank nur durch eine teilweise Verstaatlichung gerettet werden konnte, mussten Zimmermann und seine Kollegen besorgten Kunden regelmäßig erklären, dass ihr Geld weiterhin sicher ist und wie der Einlagensicherungsfonds dies gewährleistet.

Inzwischen kann Zimmermann über andere Themen sprechen. Und das tut er gern, denn seine Filiale ist im Aufwind. „Wir konnten 2014 unseren Marktanteil in Schleswig und Umgebung deutlich erhöhen“, sagte er, als er gestern gegenüber den SN den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres vorstellte. Von der Filiale in der Poststraße aus betreut die Commerzbank derzeit 5040 Privatkunden. Zimmermann schätzt, dass das in seinem Einzugsbereich einem Marktanteil von 15 Prozent entspricht. Damit steht er im bundesweiten Vergleich gut da. In ganz Deutschland kommt die Commerzbank auf einen Marktanteil von 8,6 Prozent. „Wir haben im vergangenen Jahr netto 100 Kunden gewonnen, und in diesem Jahr sind auch schon 30 weitere hinzukommen“, sagte Zimmermann. „Das ist für eine kleine Stadt wie Schleswig beachtlich.“ Nicht ohne Stolz verweist der Filialleiter auf die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung: 30 Prozent der deutschen Commerzbank-Kunden empfehlen ihre Bank im Bekanntenkreis weiter. In Schleswig sind es 46,4 Prozent.

Die Folge: Während andere Kreditinstitute in der Region Filialen schließen, ist die Schleswiger Commerzbank auf Wachstumskurs gegangen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Filiale in der Poststraße ist gestiegen – von vier auf sechs. „Den Erfolg haben uns viele nicht zugetraut“, sagt Zimmermann, wenn er an die Zeit der Finanzkrise zurückdenkt. Wichtig sei gewesen, in der Beratung viel Wert auf Qualität zu legen. „Der Kunde ist kritischer geworden – und er ist viel besser informiert als früher.“

Die Filiale verwaltet ein Kundenvermögen von 68,8 Millionen Euro. Dieser Betrag ist im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent angestiegen. Privatkunden machen den größten Teil des Filialgeschäfts aus, aber auch 550 Geschäftskunden werden hier betreut, darunter viele Freiberufler wie Ärzte oder Rechtsanwälte. Für Firmen mit mehr als 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz ist die Filiale nicht zuständig.

In diesem Jahr steht für Zimmermann der Umbau zur „Multikanalbank“ im Vordergrund. Immer mehr Kunden nutzen das Online-Banking-Angebot, auch per App auf dem Mobiltelefon. Die Schleswiger Filiale bleibe trotzdem erhalten, versichert er. „Es gibt viele Dinge, die die Kunden auch in Zukunft persönlich besprechen wollen. Kaum jemand möchte einen Baukredit einfach im Internet abschließen.“

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erstellt am 15.Apr.2015 | 07:37 Uhr

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