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Schleswiger Nachrichten

20. Oktober 2017 | 14:59 Uhr

Der Waldlehrpfad ist abgeschafft

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Anwohner hatten sich über Beschränkungen bei der Zufahrt beschwert / Filmender Grundstücksbesitzer sorgt für Aufregung

von
erstellt am 04.Aug.2015 | 11:24 Uhr

„Mit der Entwidmung als Waldlehrpfad möchte die Gemeinde sicherstellen, dass die Anlieger in Zukunft wieder legal ihre Hausgrundstücke erreichen können.“ Dieser Satz ist Teil eines Beschlusses der Steinberger Gemeindevertretung über den veränderten Status des Oestergaarder Waldwegs. Dieser soll künftig nicht mehr als Waldlehrpfad firmieren, sondern als normaler Waldweg. Bürgermeister Gerhard Geißler erklärte, dass dieser Weg weiterhin öffentlich benutzbar bleiben und Einheimischen wie Urlaubern zur Erholung dienen solle. Gerade Anlieger hatten in der Vergangenheit darüber geklagt, dass sie den Waldlehrpfad nicht befahren durften und auch Lieferverkehr nicht möglich war.

Mit dem Eigentümer der Flächen hat die Kommune nach Geißlers Worten inzwischen einen langfristigen Pachtvertrag geschlossen, der auch die Unterhaltung eines angrenzenden Parkplatzes einschließt. Voll nutzbar bleibt der Wanderweg außerdem als Zuwegung zum Wald für die Steinbergkirchener Kindertagesstätte „Siebenstern“. „Eine Einschränkung des Freizeitwertes ist mit der Entwidmung nicht verbunden“, heißt es in dem Votum.

Rückblickend wiesen die Gemeindevertreter darauf hin, dass die bislang als Waldlehrpfad eingestufte Strecke in ihrem gesamten Verlauf nicht befahren werden durfte, selbst von Lieferfahrzeugen nicht. In einer Stellungnahme zu dieser Thematik hatte ein Bürger seinen Unmut über den Verlust öffentlicher Gemeindewege zum Ausdruck gebracht und darauf verwiesen, dass manche öffentlich zugängliche Strecke in der Vergangenheit bedauerlicherweise „oft von der Landwirtschaft unter den Pflug genommen wurde“. Den Waldlehrpfad und die damit verbundenen Einschränkungen gibt es also nun offiziell nicht mehr.

Wie der Bürgermeister berichtete, habe ein Einwohner in Steinbergholz damit Unruhe ausgelöst, dass er auf seinem Grundstück eine Filmkamera fest installierte und seither Aufnahmen von benachbarten Anwesen und der Straße mache. Der Polizei lägen bereits zwei Anzeigen in dieser Angelegenheit vor. Über den Zweck dieser besonderen Form der „Filmarbeit“ herrscht noch Rätselraten. In der nachfolgenden Einwohnerfragestunde kündigte ein erboster Bürger ebenfalls eine Anzeige an, falls sein Privatbereich gefilmt werde.

Bessere Erfahrungen hat die Gemeinde auf dem professionellen Filmsektor gemacht. Bürgermeister Gerhard Geißler berichtete, dass er dem Schauspieler Peter Heinrich Brix, der aus Steinberg stammt, im Namen der Gemeinde zum 60. Geburtstag gratuliert habe.

Im weiteren Sitzungsverlauf stimmte die Vertretung der Neuverlegung einer Entwässerungsleitung im gemeindlichen Fußweg in Steinbergaard bis zur Straße Heisterkrog zu. Dadurch soll das anfallende Oberflächenwasser besser abgeleitet werden. Die Kosten für diese Maßnahme werden erst nach Eingang der Firmenangebote vorliegen.

Gemeindevertreter Andreas Große erläutere den Antrag seiner Fraktion auf ein Tempolimit im Ortsteil Steinbergholz. In der Durchgangsstraße sei eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit wegen der schmalen Fahrbahn und der kurvenreichen Straßenführung dringend geboten. Hinzu kämen Lärmbelästigung, Erschütterungen und gefährliche Ausfahrten von Hausgrundstücken. Die Gemeindevertreter verständigten sich darauf, bei der nächsten Verkehrsschau diese Situation den Experten vor Augen zu führen.



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