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Parkhaus in Schleswig : „Der Verkauf ist durchaus eine Option“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Aber kostenloses Parken soll weiterhin ermöglicht werden. Bis Ende 2015 will die Stadt die Zukunft des Gebäudes geklärt haben.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 07:29 Uhr

Problem Parkhaus: Bis spätestens Ende 2015 will die Stadt den schwierigen Fall gelöst haben. „Und der Verkauf an Privatinvestoren ist durchaus eine Option“, erklärte gestern Stadt-Sprecherin Antje Wendt auf SN-Nachfrage. Derzeit würden im Rathaus die Modalitäten für den Verkauf geprüft und vorbereitet, um sie anschließend den politischen Gremien vorzulegen. Bei ihnen wird dann die Entscheidung liegen, wie es mit dem leise bröckelnden Parkhaus weitergeht.

Denn bekanntlich ist die Auto-Herberge am Schwarzen Weg nicht gerade in einem Top-Zustand. Etwa 4,5 Millionen Euro wären notwendig, um das Gebäude wieder flott zu machen. Zu viel für den Stadthaushalt, weiß das Rathaus – und lässt deshalb prüfen, ob ein Verkauf an Privatinvestoren die sinnvollste Lösung wäre. Dazu hatte Bürgermeister Arthur Christiansen auch ein sogenanntes Wertgutachten erstellen lassen, das ebenfalls mit zur Entscheidungsfindung dienen soll und jetzt vorliegt.

Geprüft werden von der Stadt alle Optionen. Auch, wie künftig weiterhin kostenloses Parken für eine begrenzte Zeit ermöglicht werden kann. Wendt: „Schleswigs Alleinstellungsmerkmal des kostenlosen Parkens in der Innenstadt soll aufrecht erhalten bleiben.“ So werde derzeit in internen Beratungsrunden unter Leitung des Bürgermeisters diskutiert, wie mit interessierten Privatinvestoren diese Frage geregelt werden könnte. Die Vereinbarungen über Bewirtschaftungs-Regeln aufzustellen – damit werde man sich im Rathaus in den nächsten Wochen intensiv auseinandersetzen, sagte Wendt.

Das Parkhaus verfügt über 804 Stellplätze, die an normalen Tagen bis zu 70 Prozent ausgelastet sind. Außerdem befinden sich in der weiteren Umgebung weitere freie Stellplätze im Freien. Das bedeutet, dass eine Parkhaus-Bewirtschaftung wegen der nicht ausreichenden Nachfrage nach Unterstellplätzen schwierig werden dürfte.

Gibt es vor diesem Hintergrund überhaupt Privatinvestoren, die sich für den Kauf des Schleswiger Parkhaus interessieren? Antje Wendt bejaht die Frage und sagt: „Einige Investoren haben schon bei der Stadt angefragt.“ Locken möchte man sie mit dem Angebot, eine weitere Etage aufstocken zu können. Auf dieser könnten dann kleine Geschäfte etabliert werden. „Das Parkhaus befindet sich mitten in der Innenstadt in bester Lage. Es ist erreichbar von allen Seiten“, betonte Wendt. Bürgermeister Arthur Christiansen zeigt sich deshalb zuversichtlich, Investoren für das Parkhaus zu finden, mit denen eine Schleswig-freundliche Regelung getroffen werden kann.

Wie steht es um die Sicherheit des Gebäudes, in dem erst vor kurzem weitere Stützsäulen in den Parkdecks angebracht worden sind? Dazu Antje Wendt: „Die Sicherungsmaßnahmen sind abgeschlossen. Es gibt keine Gefährdung, aber das Gebäude wird weiter von Fachleuten regelmäßig inspiziert.“

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