Preisverleihung : Der neue Löwe ist ein Drachentöter

Wolfgang Harm (3.v.r.) ist der neue „Löwe von Schleswig“. Ihm gratulierten seine ebenfalls für den Wirtschaftspreis nominierten Unternehmerkollegen Christian Grau (3.v.l.) und Hans-Joachim Wohlert (2.v.r.) sowie SN-Redaktionsleiter Alf Clasen, Michael Möller (Vorstand VR Bank Flensburg-Schleswig) und sh:z-Verlagsleiterin Britta Pilz (v.l.). Neben dem Tafelbild mit dem markanten „Löwen“-Kopf erhielt Harm auch ein von der VR Bank gestiftetes Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.
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Wolfgang Harm (3.v.r.) ist der neue „Löwe von Schleswig“. Ihm gratulierten seine ebenfalls für den Wirtschaftspreis nominierten Unternehmerkollegen Christian Grau (3.v.l.) und Hans-Joachim Wohlert (2.v.r.) sowie SN-Redaktionsleiter Alf Clasen, Michael Möller (Vorstand VR Bank Flensburg-Schleswig) und sh:z-Verlagsleiterin Britta Pilz (v.l.). Neben dem Tafelbild mit dem markanten „Löwen“-Kopf erhielt Harm auch ein von der VR Bank gestiftetes Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Der Wirtschaftspreis „Löwe von Schleswig“ der Schleswiger Nachrichten und der VR Bank Flensburg-Schleswig geht an Wolfgang Harm.

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28. Januar 2015, 07:04 Uhr

Von einer klassischen Dankesrede konnte man kaum noch sprechen. Vielmehr war es ein wahres Feuerwerk, das Wolfgang Harm gestern abfackelte, nachdem er mit dem „Löwen von Schleswig“ ausgezeichnet wurde. Ein flammendes Bekenntnis zu Schleswig und seiner Wirtschaft. Und zwar auf Plattdeutsch. Denn Harm versteht sich nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern auch als ein echter Kerl aus der Region. Da gehört ein guter Schuss Lokalpatriotismus genau so dazu wie der passende Zungenschlag.

Zum bereits dritten Mal hatten die Schleswiger Nachrichten und die VR Bank Flensburg-Schleswig gemeinsam zur Verleihung des „Löwen“ eingeladen. Mehr als 70 Gäste waren dazu in die „Stampfmühle“ gekommen. Mit dem Wirtschaftspreis werden Unternehmer ausgezeichnet, die sich mutig, vorbildlich, sozial und nachhaltig für die Stadt und die Region einsetzen. Genau so ein „Löwe“ ist Harm. Denn einerseits hat sich seine vor 30 Jahren gegründete Druckerei „Sterndruck“ im Gewerbegebiet St. Jürgen, in der zurzeit 15 Angestellte beschäftigt sind, längst zu einem stattlichen Unternehmen gemausert, das Aufträge aus ganz Deutschland – und darüber hinaus – bearbeitet. Andererseits aber hat sich Harm auch einen Namen als Vorsitzender des St.    Jürgener Gewerbevereins „Drachentöter“ gemacht. Insbesondere die Fusion mit den Unternehmerkollegen, die zuvor bei den „Schliekiekern“ organisiert waren, geht auf seine Kappe. „Wir müssen als lokales Gewerbe mit einer Stimme sprechen. Denn es geht auch darum, Schleswig als Ganzes zu stärken. Deswegen muss die Wirtschaft noch enger zusammenrücken. Dafür kämpfen wir“, sagte Harm auch mit Blick auf Gewerbevereine aus Schleswigs Nachbargemeinden.

Genau diese „geradlinige und soziale Art“ von Wolfgang Harm hatte auch Gastgeber und Moderator Alf Clasen, Redaktionsleiter der Schleswiger Nachrichten, bei der Preisverleihung hervorgehoben. Und Michael Möller, Vorstand der VR Bank Flensburg-Schleswig, sprach von einem „mutigen Unternehmer mit viel Weitsicht“. Er fand zudem insgesamt viele lobende Worte für die mittelständischen Unternehmen in der Region. „Denn sie sind es, die die Wirtschaft in Schleswig und Umgebung nachhaltig prägen.“

Das wiederum betonte auch Kurt-Christoph von Knobelsdorff. Der Leiter der Abteilung Wirtschaft im Kieler Wirtschaftsministerium sprach die Laudatio auf Harm – und machte zunächst keinen Hehl daraus, welch schwierige Aufgabe dies mit Blick auf den impulsiven Auftritt des 57-Jährigen sei. „Ich hatte ja schon vorher gehört, dass Herr Harm eine geradlinige und sehr offensive Art haben soll. Aber ich glaube, das war eine glatte Untertreibung.“ Am Ende gelang es von Knobelsdorff dennoch, den Preisträger gebührend zu ehren, genauso wie die beiden ebenfalls für den „Löwen“ Nominierten: Hans-Joachim Wohlert, Chef der Bollingstedter Spedition Wohlert, und der Inhaber der Schleswiger Firma „Sport Tiedje“, Christian Grau, der es mit dem Vertrieb von Fitnessgeräten zum Marktführer in Europa geschafft hat. „Diese lokal verwurzelten Unternehmen verdienen es, gewürdigt zu werden. Denn sie sind das Fundament unserer Wirtschaft“, betonte von Knobelsdorff.

Der Preisträger und die Nominierten im Video:

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