zur Navigation springen

14,1-Millionen-Projekt : Der neue Bürgermeister will für das Theater kämpfen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Arthur Christiansen tritt seinen Dienst im Rathaus zwar erst am 21. Januar an, aber schon jetzt wirbt Schleswigs künftiger Bürgermeister massiv für den umstrittenen Theater-Neubau auf der Freiheit.

von
erstellt am 15.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Er führt im Hintergrund Gespräche, als wäre er schon längst im Dienst: Arthur Christiansen, Schleswigs neuer Bürgermeister ab dem 21. Januar, kämpft für das Theater auf dem Hesterberg. „Ich bin zuversichtlich, dass es am Montag in der Ratsversammlung eine Mehrheit geben wird“, sagte er gegenüber den SN. Wie berichtet, hatte die CDU ihre Unterstützung zurückgezogen, nachdem bekannt geworden war, dass die Finanzierung des 14,1-Millionen-Projektes kurzfristig noch einmal geändert werden musste. Bei der CDU glaubt man nicht, dass der Stadt durch die neue Konstruktion keine Mehrkosten entstehen. Statt der vereinbarten fünf Millionen Euro stehen im Haushalt der Stadt nun 6,5 Millionen Euro als Beteiligung an den Baukosten zu Buche. Christiansen verweist ebenso wie SPD, SSW und Rathaus-Projektleiterin Julia Pfannkuch darauf, dass die zusätzlichen 1,5 Millionen Euro in Form von „Mietsonderzahlungen“ von der Kulturstiftung des Kreises und vom Landestheater an die Stadt zurückfließen. Aus rechtlichen Gründen dürfen sich diese beiden Einrichtungen nämlich nicht – wie ursprünglich geplant – direkt an den Baukosten beteiligen. An den Zusagen, dieses Geld zur Verfügung zu stellen, hat sich durch die neue Sachlage nichts geändert.

CDU-Fraktionschef Holger Ley spricht indes von „Schönrechnerei“. Für ihn bleibt es dabei, dass die Stadt zunächst 1,5 Millionen Euro mehr ausgeben muss als geplant. Er verweist darauf, dass dafür ein zusätzlicher Kredit erforderlich werde und die Zinsbelastung für die Stadt steige. Auf Seiten der Stadtverwaltung betont man unterdessen, dass die „Mietsonderzahlung“ von 1,5 Millionen Euro frühzeitig an die Stadt überwiesen werden soll. Eingetütet ist das alles aber noch nicht. Außerdem müssen die Spenden, aus denen Theater-Intendant Peter Grisebach seinen Millionenbeitrag bestreiten will, erst noch gesammelt werden. Grisebach beteuert, das sei kein Problem. „Sonst hätte ich ja schlaflose Nächte.“ Es gebe bereits Signale von Großspendern, die nur noch warteten, bis dass das Theaterprojekt beschlossen sei. Außerdem plant er Benefizkonzerte mit namhaften Künstlern.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen