Auszeichnung von SN und VR Bank : Der Löwe aus dem Storchendorf

Der neue „Löwe von Schleswig“, Hans Christian Langner (3.v.l.), mit den Gastgebern, VR-Bank-Vorstand Michael Möller (l.) und SN-Redaktionsleiter Alf Clasen (2.v.l.), sowie Laudator Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag.
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Der neue „Löwe von Schleswig“, Hans Christian Langner (3.v.l.), mit den Gastgebern, VR-Bank-Vorstand Michael Möller (l.) und SN-Redaktionsleiter Alf Clasen (2.v.l.), sowie Laudator Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag.

Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner ist der sechste „Löwe von Schleswig“.

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06. Februar 2018, 07:00 Uhr

Wenn ein Unternehmer ein Vorbild ist, weil er nicht nur gut wirtschaftet, sondern auch Gutes für seine Mitmenschen tut, „dann kann und muss man das auch zeigen“, sagte Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag. Und genau deshalb habe er gerne die Aufgabe übernommen, gestern auf den diesjährigen „Löwen von Schleswig“ die Laudatio zu halten. Hans Christian Langner heißt er. Elektromeister aus dem Storchendorf Bergenhusen, seit 20 Jahren Kreishandwerksmeister und ein echter Tausendsassa, wenn es darum geht, seinen Berufsstand und insbesondere die Jugend im Handwerk zu fördern. Im vergangenen Jahr erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande, nun folgte die Ernennung zum „Löwen“. Ein Titel, der sehr gut zu Langner passe, wie Koch betonte. „Denn das, was er alles macht, finde ich löwenstark.“

Zum bereits sechsten Mal hatten die Schleswiger Nachrichten gemeinsam mit der VR Bank Flensburg-Schleswig zur Verleihung des Wirtschaftspreises in den Hauptsitz der Genossenschaftsbank in der Königstraße eingeladen. Rund 70 geladene Gäste waren dabei, darunter die CDU-Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen, der Hauptgeschäftsführer der IHK in Flensburg, Björn Ipsen, Bürgermeister Arthur Christiansen und, wie bereits erwähnt, Tobias Koch.

Dabei stand der Landespolitiker bis zum Wochenende gar nicht auf der Gästeliste. Da aber der eigentliche Laudator, Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, wegen einer schweren Bronchitis kurzfristig absagen musste, sprang Koch spontan ein – und der Ahrensburger bestritt mit dieser ungeplanten Stippvisite nach Schleswig sogar ein halbes Heimspiel. Denn er selbst sei 1974 in der Dreifaltigkeitskirche getauft worden, erzählte Koch und fügte lächelnd an: „Das Elternhaus meines Vaters in der Callisenstraße gehört inzwischen mir. Also zahle ich in Schleswig sogar Grundsteuern.“

Dass er nun aber an die Schlei gekommen sei, um einen verdienten Unternehmer auszuzeichnen, freue ihn ganz besonders. „Ich bin immer beeindruckt von Menschen, die sich aus eigener Kraft etwas aufgebaut haben und sich dann auch noch auf nachhaltige Weise um ihre Region verdient machen“, sagte Koch. Das Land brauche Unternehmer, die sich nicht nur für Zahlen interessieren, sondern auch für ihre Mitmenschen. Das treffe bei Hans Christian Langner zu. Als Gründer des Fördervereins Handwerk Schleswig-Holstein sowie Initiator von Meister-Stipendien habe er sich insbesondere für die Jugend eingesetzt und gleichzeitig ein Zeichen gegen den Fachkräftemangel gesetzt.

Langner selbst freute sich sichtlich über die Auszeichnung und die warmen Worte. „Wenn man das alles hört, denke ich, dass es doch nicht so ganz umsonst war, was ich in den vergangenen 40 Jahren so alles gemacht habe“, meinte er. Und auch wenn er nun mit 65 Jahren etwas kürzer treten wolle, mache er noch längst nicht Schluss mit all seinen Ehrenämtern und insbesondere mit dem Einsatz für die Handwerker-Jugend. „Es gibt noch viele Aufgaben und Ideen. Die packe ich gerne an.“

Selbst anpacken: Das gilt auch für die beiden ebenfalls für den „Löwen“ Nominierten: Hildegard Bölck (Reisedienst Bölck) sowie Heimbetreiber und Investor Arne Hansen. Alle drei Unternehmer, so lobte sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener in seinem Grußwort, würden sich durch bodenständiges, verlässliches Wirtschaften auszeichnen. Damit bildeten sie das Rückgrat nicht nur der schleswig-holsteinischen, sondern auch der deutschen Wirtschaft. „Auf diese Stärken sollten wir uns – gerade in politisch unsicheren Zeiten – noch viel stärker besinnen. Dieser Preis, den wir in Schleswig verleihen, ist ein guter Anlass dazu“, so Kläsener. Bildergalerie auf Seite 8

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