Lollfusser Schützengilde : Der Königsschuss fiel erst kurz vor Mitternacht

Der neue König der Lollfußer Schützengilde, Jörg Rohde, ließ sich nach dem entscheidenden Schuss feiern,
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Der neue König der Lollfußer Schützengilde, Jörg Rohde, ließ sich nach dem entscheidenden Schuss feiern,

Die Lollfußer Schützengilde musste ihr Königsschießen beim Gewitter unterbrechen – am Ende stand dann doch noch der neue König fest.

shz.de von
09. Juli 2015, 07:31 Uhr

Mit dem Königsschießen am Dienstagabend ist das viertägige Schützenfest der Lollfußer Schützengilde von 1699 zu Ende gegangen. Es dauerte bis kurz vor Mitternacht. Nach einem spannenden, aber langwierigen Schießen landete Jörg Rohde den entscheidenden Treffer und brachte den Holzvogel zu Fall.

Seit 19 Uhr hatten die Schützenbrüder versucht, den Rumpf des Holzvogels von seiner Aufhängung zu schießen. Vor allem Kay Lausen hatte mit fast jedem Schuss den Holzvogel zum wackeln gebracht. Aber erst nach rund fünf Stunden erlöste Jörg Rohde mit Schuss 739 die wartenden Zuschauer. Um Punkt 23.48 Uhr fiel der Torso zu Boden. Großer Jubel brach aus. Die Salutschüsse waren fast in der ganzen Stadt zu hören, und auf der Schützenkoppel wollte jeder dem neuen König gratulieren. Von nun an wird „Jörg der Sportliche“ für die kommenden drei Jahre zusammen mit seiner Frau Marion („die Großherzige“) das repräsentative Amt übernehmen und damit den bisherigen Schützenkönig Wolfgang Schulz ablösen. Besiegelt wurde dies mit einem großen Zapfenstreich.

Nachdem der Nachmittag eher wolkig war, ließ sich am Abend zunächst sogar die Sonne blicken. Als es dann langsam dunkel wurde, sorgte die Feuerwehr für ausreichend Beleuchtung des Platzes. Mit jedem Schuss stieg die Spannung, immer mehr Leute versammelten sich um den Schießstand. Der Vogel bewegte sich immer öfter. Dann aber folgte eine Zwangspause, als gegen 22.20 Uhr Platzregen und Gewitter ein Weiterschießen unmöglich machten. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgten erneut die Schleswiger Husaren. Auch den Zapfenstreich begleiteten sie kraftvoll.

Bereits seit Freitag war auf der Schützenkoppel viel los. Auf dem Festplatz gab es neben dem bunten Treiben im Fest- und Gildezelt auch ein Kinderkarussell und zahlreiche Gastronomiestände. Tag für Tag wurden dem in der Mitte des Platzes thronenden Vogel bereits einzelne Teile abgeschossen.

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