Der Gutschein, der fast alles kann

'Eine neue Währung für Schleswig': Stadtmanagerin Monika Siegel mit Grafiker Aldo Dombetzki, der den Gutschein gestaltet hat und sich zur Präsentation in ein  Wikinger-Outfit warf. Foto: Jensen
"Eine neue Währung für Schleswig": Stadtmanagerin Monika Siegel mit Grafiker Aldo Dombetzki, der den Gutschein gestaltet hat und sich zur Präsentation in ein Wikinger-Outfit warf. Foto: Jensen

Stadtmanagement und Gewerbevereine bringen im Juni den "Wikinger-Scheck" auf den Markt - einlösbar in zahlreichen Schleswiger Geschäften

shz.de von
28. Mai 2013, 03:59 Uhr

Schleswig | Stadtmanagerin Monika Siegel nahm große Worte in den Mund: "Wir führen für Schleswig eine neue Währung ein", sagte sie, als sie gestern ihr jüngstes Projekt vorstellte, das sie gemeinsam mit den sechs Gewerbevereinen in der Stadt auf den Weg bringt. Sie will indes nicht den Euro abschaffen, sie hatte lediglich einen neuen Gutschein im Gepäck: den "Wikinger-Scheck".

Im "Anekdötchen", dem Kiosk-Café in der Breslauer Straße, stellte sie das Konzept gestern Nachmittag vor. Die Gutscheine über fünf Euro, zehn Euro oder 20 Euro kann man exklusiv in der Volksbank-Filiale im Stadtweg 10 kaufen - und in 47 verschiedenen Geschäften im gesamten Stadtgebiet einlösen. Beim Bäcker, im Buchladen, im Weinladen, beim Autohändler oder beim Pflegedienst. Es sind fast alle Branchen dabei. "Das ist ideal, wenn man einen Gutschein verschenken will, aber sich nicht festlegen möchte, wofür", sagte Siegel. "Und wenn nicht wir in einer Wikingerstadt, wo sonst soll man so etwas nutzen." Auch wenn der Name "Wikinger-Scheck" neu ist, ist das Konzept bewährt. Die Geschäfte in Kropp und Süderbrarup bieten schon seit längerer Zeit etwas ganz Ähnliches an. In Elmshorn, wo Monika Siegel herkommt, werden jährlich rund 1000 dieser Multifunktions-Gutscheine verkauft.

Startschuss für das Angebot ist der 20. Juni. Siegel hofft, dass dann ganz schnell noch weitere Geschäfte hinzukommen. Das erwartet auch Klaus-Peter Jeß, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL). Von den über 60 Mitgliedsgeschäften sind bisher erst 13 im Boot. "Viele warten noch ab, ob sich der Wikinger-Scheck etabliert", vermutet Jeß.

Wer einen Gutschein kauft, bekommt zusätzlich ein Faltblatt, auf dem alle teilnehmenden Unternehmen aufgelistet sind. Sobald es losgeht, werden die Firmen auch mit einem Logo an der Tür oder im Schaufenster auf das Angebot hinweisen. Es ist offen für allen Mitgliedsunternehmen der IGL, der Werbegemeinschaft Friedrichsberg, der Interessengemeinschaft Pro Lollfuß, der Werbegemeinschaft rund um den Schliekieker, der Initiative Schleswig und des Gewerbevereins St. Jürgen.

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