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Schleswiger Blasorchester : Der große Husaren-Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Schleswiger Husaren feiern ihr 50-jähriges Bestehen mit zwei ausverkauften Konzerten in der A.P.-Møller-Schule.

Wie populär die Schleswiger Husaren sind, das zeigte sich am Wochenende bei den Jubiläumskonzerten zum 50-jährigen Bestehen in der A.P.- Møller-Schule. Der Saal war restlos und bis zur Belastungsgrenze der Sitzmöglichkeiten ausverkauft. Viele Familienmitglieder waren gekommen, um die Musiker zu unterstützen, ebenso zahlreiche Freunde, Fans und ehemalige Mitglieder des Orchesters.

Wie eigentlich immer seit 1965 stand auch zum Jubiläum der Spaß an der Musik in Gemeinschaft im Vordergrund. Generationsübergreifend sei das immer ein Grund gewesen, Mitglied zu sein, sagte Dirigent Willi Neu. Die Idee zur Gründung der Husaren entstand in den drei Schleswiger Schützengilden, insbesondere in der Friedrichsberger Gilde. Der 2002 verstorbene Willy Einicke baute in kürzester Zeit ein kleines, aber bereits spielfähiges Blasorchester auf – der Friedrichsberger Musikzug. Zunehmend wuchs sowohl die Besetzung als auch der Bekanntheitsgrad dieses Musikzuges weit über Schleswigs Grenzen hinaus. Der unermüdliche Ehrgeiz des eigensinnigen Einicke und seiner Vision von einem großen Orchester führte dazu, dass 1971 aus dem Musikzug ein eigenständiger Verein wurde: „Jugendmusikkorps Schleswig ehem. 16er Husaren“. Der Name erinnerte an das 16. Husaren-Regiment, das bis nach dem Ersten Weltkrieg auf Schloss Gottorf stationiert war.

Durch das Engagement von Einicke wurde 1974 eigens für das Blasorchester ein Musikheim in Schuby erbaut. Finanzielle Schwierigkeiten sorgten in den folgenden Jahren für einen Wechsel in der Vereinsführung sowie der musikalischen Leitung. Mit Bernhard Maaß schaffte es der Verein, sich finanziell von dem Bau des Musikheimes zu erholen und sich seither selbst tragen zu können. Musikalisch stellte neben Einicke auch Berufsmusiker Werner Schillies die Weichen für erfolgreiche Arbeit. Eine modernere Orchesterarbeit kam auf Wunsch der Musiker 1995 mit dem derzeitigen Dirigenten Willi Neu zu Stande – und der 2001 in „Schleswiger Husaren“ umbenannte Verein hält bis heute daran fest, der „Freude an der Musik“ das Hauptaugenmerk zu schenken.

In diesem Sinne moderierte Willi Neu die Jubiläumskonzerte: „Antreibend, für den unbedingten Willen des Vereins und für die Region stehend“ kündigte er das Stück „Propulsion“ von von Robert Buckley an. Als besondere Einlage galt die gesangliche Begleitung von Nadja Abdallah Kläschen, die unaufdringlich einnehmend mit dem Stück „Hallelujah“ begann und mit zwei weiteren Liedern ihre rockige Stimme zum Vorschein kommen ließ.

Der Vereinsvorsitzende Sönke Matz holte sich für das Stück „Tarzan“ Verstärkung auf die Bühne: „Drunter und drüber ging es mit den Affen bei Tarzan zu – drei davon sitzen im Publikum“, kündigte er an. Der aus Barcelona angereiste ehemalige Husaren-Schlagzeuger Sören Trenktrog, Thorsten Freiberg von der Altstädter St.-Knuds-Gilde sowie der Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein, Stephan Thomsen, begleiteten die Musiker der „BläserVielHarmonie“, dem Hauptorchester der Husaren.

Mit Sonnenbrillen bestückt gab es abschließend ein Medley der „Blues Brothers“. Am diesem Abend selbst mussten jedoch erst vier Zugaben gespielt werden, bevor sich die begeisterten Zuhörer auf ein Ende des Konzertes einließen.

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