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St.-Johannis-Kloster : Der Friedhof soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Landschaftsarchitektin Gudrun Lang legt ein neues Bepflanzungskonzept für den Klosterfriedhof vor – die Umsetzung steht noch in den Sternen.

Der Friedhof am St.-Johannis-Kloster ist einer der ältesten im Land, auf denen bis heute bestattet wird. In den vergangenen Jahren konnte die rund 40 Meter lange Friedhofsmauer an der Straßenseite vor dem sicheren Verfall bewahrt werden. Sie stammt in Teilen noch aus dem Mittelalter.

„Allerdings ist die Mauer nun ziemlich blank, und ein paar lebendige Elemente könnten ihr nicht schaden“, findet Gudrun Lang. Die Landschaftsarchitektin aus Hamburg hat vom Freundeskreis des St.-Johannis-Klosters den Auftrag bekommen, ein Konzept für die Umgestaltung der Anlage zu erstellen. Im Zuge der Sanierung mussten nämlich einige Bäume und wild wuchernde Gehölze entfernt werden. Ihre Wurzeln hatten die Mauer aus dem Lot gehoben.

Wann und wie Langs Konzept umgesetzt wird, ist noch nicht absehbar. Erst muss die Finanzierung stehen. Darum kümmert sich – wie schon bei der Sanierung der Friedhofsmauer – der Freundeskreis des St.-Johannis-Klosters. „Mit der Planung haben wir nun ein Dokument in der Hand, mit dem wir arbeiten können“, sagt Konstantin Henkel, Vorsitzender des Freundeskreises.

Das Konzept konzentriert sich auf den Friedhof und auf den Bereich vor dem romanischen Portal, dem ehemaligen Eingang der Kirche. „In meinem Konzept habe ich viele historische Vorgaben und Anhaltspunkte berücksichtigt. Traditionell werden kleine Hecken aus Buchs, Taxus und Eibe als Einfassung für Gräber verwendet“, erläutert die Landschaftsarchitektin, „aber bei der Auswahl der Pflanzen hatte ich nicht ausschließlich die Gestaltung im Auge, sondern auch ihre symbolische Bedeutung. Die Eibe steht zum Beispiel für ewiges Leben.“ Für die Bepflanzung der Mauer hat sie sich alte robuste und besonders langlebige Rosen ausgesucht, die übrigens keinen Schaden an Gebäuden anrichten. „Der Fokus liegt an dieser Stelle auf Sorten mit Wildrosencharakter“, ergänzt sie. Neben der Berücksichtigung historischer Vorbilder muss die Planung auch die örtlichen Gegebenheiten miteinbeziehen. „Wir haben viele schattige Bereiche auf dem Friedhof, dort wachsen nur bestimmte Pflanzen“, erklärt Gudrun Lang, „außerdem lag mir eine sich jahreszeitlich verändernde Farbigkeit am Herzen. Im Lauf der Jahreszeiten soll immer Blühendes oder zumindest ein farbiges Element zu sehen sein.“

„Besonders gefällt mir die architekturbegleitete grünordnerische Gestaltung, die den Besucher vom romanischen Portal zum Friedhof geleitet. Das wäre ein wunderbares Entree“, sagt Architektin Heike Lambrecht, die die bisherigen Sanierungen des Klosters geplant und umgesetzt hat. Der Besucher würde von Buchsbäumen, echtem Lorbeer und Blüten-Hartriegel auf einer Achse direkt zum Friedhof geleitet. Priörin Ina von Samson-Himmelstjerna denkt als Hausherrin auch praktisch. „Wir hätten dann sicher ein paar mehr Hecken zu schneiden“, schmunzelt sie, „aber mir gefällt das Konzept ausgesprochen gut. Wir haben viele Besucher, die zum Friedhof kommen und sich mit viel Interesse die alten Grabsteine ansehen. Es wäre schön, wenn sie durch eine neue Gestaltung in ein besonderes Licht gerückt würden.“

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