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34. Schleswiger Schwahlmarkt : Der Dom wird wieder zum Marktplatz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Sonnabend fällt der Startschuss für den Advents- und Kunsthandwerkermarkt. Rund 10 000 Besucher werden erwartet.

von
erstellt am 02.Dez.2015 | 17:48 Uhr

Geld sammeln für den Erhalt der Kunstwerke im Schleswiger Dom: Das war der Grund, warum der Schwahlmarkt 1981 aus der Taufe gehoben wurde. Heute, 34 Jahre später, haben die Organisatoren noch immer dasselbe Ziel – und dieser ganz besondere Adventsmarkt ist längst zu einem Aushängeschild der Stadt geworden, das eine Strahlkraft weit über Schleswigs Grenzen hinaus hat. Auch in diesem Jahr werden während der neun Markt-Tage wieder rund 10  000 Besucher (viele davon aus Dänemark) erwartet. Am Sonnabend geht es los.

28 Kunsthandwerker präsentieren dann im Kreuzgang des Domes ihre Produkte. Wie in jedem Jahr waren die Plätze dafür heiß begehrt. „Wir hatten wieder über 90 Bewerber. Aus diesem Angebot einen guten und passenden Mix auszuwählen, ist immer eine echte Herausforderung“, sagt Michael Marquardt. Der Unternehmer ist Mitglied im Kirchengemeinderat und Teil der fünfköpfigen Schwahlmarkt-Jury, die unter anderem darüber entscheidet, wer im Dom seine selbst hergestellten Waren verkaufen darf – und wer in die Röhre guckt. „Da sind immer Härtefälle dabei. Aber allein in diesem Jahr haben sich 13 Künstler aus dem Bereich Keramik beworben. Das passt natürlich nicht“, sagt Marquardt mit Blick auf die alljährliche Vorstellungsrunde im April, bei der alle Interessenten der Jury ihre Produkte präsentieren.

Die Glücklichen, die nun dabei sind (die Mehrzahl kommt aus der Region), steuern am Ende zehn Prozent ihrer Einnahmen für den Erhalt der Kunstschätze im Dom bei. Hinzu kommen die Erlöse aus den Eintrittsgeldern. Mehr als 15  000 Euro sind im vergangenen Jahr dabei herausgesprungen. Dies war auch möglich, weil mehr als 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz waren. Auch diesmal sitzen sie an der Kasse, backen und verkaufen Kuchen, räumen Geschirr weg oder packen bei den Auf- und Abbauarbeiten kräftig mit an. Einige von ihnen werden auch in dem großen Zelt im Einsatz sein, das erstmals auf dem Vorplatz an der Norderdomstraße aufgebaut wird. „Wir wollten den Außenbereich etwas gemütlicher gestalten und dort auch zum Verweilen einladen“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Rowena Sandmeier, die als Vertreterin der Stadt in der Schwahlmarkt-Jury sitzt. Deshalb werde in dem beheizten Zelt vegetarische Suppe angeboten, die man an einem der vielen Tische in Ruhe auslöffeln könne. Weiterhin gibt es aber auch einen Bratwurststand, und in der Kanonikersakristei wird erneut eine Cafeteria eingerichtet.

Auch beim kulturellen Angebot rund um den Schwahlmarkt setzt die evangelische Kirchengemeinde auf einen Mix aus Neuem und Bewährtem. So gibt es erneut eine tägliche Lesung um 16.30 Uhr mit bekannten Schleswiger Persönlichkeiten, darunter die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Sütterlin-Waack und Landrat Wolfgang Buschmann. Auch das Adventssingen am letzten Schwahlmarkt-Tag, 13. Dezember, findet wieder statt. Neu ist hingegen, dass sich die diesjährige Vortragsreihe nicht mit den Kunstwerken im Dom beschäftigt, sondern „aus gegebenem Anlass“ mit der Flüchtlingsthematik, wie Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski betont. Der Titel der Reihe, zu der jeweils um 15 Uhr eingeladen wird, lautet: „Ankommen in Schleswig“. Dazu wird ein großes Bild von Maria und Josef aufgestellt. „Als Erinnerung daran, dass Flucht kein neues und für Christen unbekanntes Thema ist.“

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