Lollfuß-Viertel : Der Charme des 7. Quartiers

Zeigen  die Besonderheiten im Lollfuß: Stephan Lange und Matthias Vollbehr  (re.)   mit dem neuen Faltblatt.
Zeigen die Besonderheiten im Lollfuß: Stephan Lange und Matthias Vollbehr (re.) mit dem neuen Faltblatt.

Die Werbegemeinschaft Pro Lollfuß wirbt in einem neuen Faltblatt für ihren Stadtteil. Vor allem das Dasein als Verbindung zwischen Schloss Gottorf und der Altstadt wird dabei gepriesen. Genauso wie die historischen Adressen.

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08. Juli 2014, 07:45 Uhr

Es soll Touristen und auch Einheimischen die Augen öffnen – für die kleinen, manchmal versteckten Besonderheiten im Lollfuß. Das erste Faltblatt mit Informationen über „Schleswigs 7. Quartier“, und das ist seit altersher der Lollfuß, wird dafür rechtzeitig zu Beginn der Feriensaison überall dort ausliegen, wo die Gäste hinkommen. Also in den Museen, Restaurants, Läden oder Tankstellen.

Matthias Vollbehr und Stephan Lange von der Werbegemeinschaft Pro Lollfuß haben den Flyer auf den Weg gebracht. „Wir wollen, dass die Schloss- oder Altstadt-Touristen auch auf unser Viertel aufmerksam werden“, betont Vollbehr. Die Nummer mit dem Quartier haben sie mit Bedacht für den Flyer ausgewählt. Es klinge gut, mache neugierig und sei vor allem historisch belegt. Kein reiner Werbegag, sondern die Wiederaufnahme einer alten Lollfuß-Adresse. Lange: „Schleswigs Stadtteile bestanden früher aus Quartieren. Erst ab 1891 wurden Straßennamen und Hausnummern eingeführt.“ Um 1711 bildete die Altstadt das 1. bis 5. Quartier, der Holm das 6. Quartier, der Friedrichsberg das 8. und der Lollfuß eben das 7. Quartier, zusammen mit dem Hesterberg, mit Kleinziegelhof, Domziegelhof und Hühnerhäuser. In wenigen Zeilen wird im Flyer auf die geschichtliche Bedeutung des Lollfußes für die Stadt hingewiesen – als Verbindung von Schloss Gottorf zur Altstadt.

Und diese Verbindung soll nach dem Willen der Pro-Lollfuß-Vertreter künftig eine starke Rolle im Tourismus spielen. Vollbehr: „Wenn nach dem Abriss von Stadt Hamburg ein direkter Weg von der Schlossinsel zum Lollfuß und weiter in die Altstadt führen wird, dann könnte der Weg zurück zum Schlossparkplatz über die Schleipromenade führen.“ So lägen dann den Touristen auf diesem Rundweg alle Sehenswürdigkeiten der Stadt quasi zu Füßen.

Doch bis das Vorhaben Wirklichkeit geworden ist, wollen Vollbehr und Lange, beide Ureinwohner vom Lollfuß, weiter daran arbeiten, „das frühere Negativ-Image unseres Viertels beiseite zu schieben“. Auch intern. „Und das klappt immer besser, mittlerweile haben wir in unserer Werbegemeinschaft schon 30 Vollmitglieder und sechs Anwärter, noch im November waren es nur 18 Mitglieder“, betont Vollbehr. Jeder könne bereits sehen, wie sich der Lollfuß mit seinen insgesamt 122 Hausnummern allmählich zu einem bunten Viertel mit schönen restaurierten Häusern und kleinen Spezialgeschäften entwickele. Lange: „Die Wohnqualität hier ist außerordentlich gut.“

Das Faltblatt weist zudem auf das eine oder andere Kleinod hin, dessen Geschichte nicht immer bekannt ist. Etwa: Welches Gebäude war früher ein Adelshof und eines der schönsten Barockbauten der Stadt?

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