zur Navigation springen

Erster Spatenstich : Der Berender Redder wächst weiter

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt mit 123 Grundstücken haben begonnen. Die Erschließung soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Im Hintergrund dröhnten die Planierraupen, als Klaus Bosholm, Deutschlehrer an der Lornsenschule, seine Osterferien unterbrach und zum Spaten griff. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des städtischen Bauausschusses gab er das symbolische Startsignal für die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt am Berender Redder. Bis zum Herbst sollen die 47 Hektar so weit erschlossen sein, dass die ersten Häuser gebaut werden können.

Läuft alles wie geplant, dann leben hier schon in wenigen Jahren bis zu 400 Menschen. Es gibt 123 Grundstücke. „Der Bedarf ist da“, zeigte sich Bosholm überzeugt. Von den 145 Grundstücken des ersten Bauabschnitts sind inzwischen fast alle verkauft – und das in weniger als vier Jahren. „Das ging deutlich schneller als erwartet“, sagte Torsten Eickstädt vom städtischen Liegenschaftsamt. Bosholm erinnerte daran, dass man anfangs durchaus skeptisch gewesen sei, ob das Wohngebiet mit seiner Lage zwischen Gewerbegebiet und B 201 Anklang finden würde. Dabei hatte die Stadt viele Jahre lang mit dem Problem zu kämpfen, kaum Bauplätze für junge Familien anbieten zu können. Sie bauten stattdessen in Umlandgemeinden wie Fahrdorf oder Schuby. Schleswigs Einwohnerzahl sank. „Dieser Trend ist gestoppt“, sagte Bosholm. Deshalb hatten sich alle Fraktionen im vergangenen Jahr dafür stark gemacht, mit dem neuen Bauabschnitt schnell zu beginnen, auch wenn die Stadt dazu erst einmal nahezu vier Millionen Euro investieren muss. Allein die Erdbau-Arbeiten, mit der die Schleswiger Firma SAW jetzt begonnen hat, kosten rund 2,3 Millionen. „Die Vermarktung des ersten Bauabschnitts hat gezeigt, dass es sich lohnt“, betonte Eickstädt.

Die Grundstücke im zweiten Bauabschnitt werden ähnlich aufgeteilt wie im ersten. Von einer Haupterschließungsstraße (Hans-Christian-Andersen-Straße) zweigen fünf kleine Wohnstraßen – ab (Günther-Grell-Ring, Drosselbart, Karl-May-Ring, Elfenberg, Trollberg). Zum Heizen wollen die Stadtwerke die Haushalte mit Wärme versorgen, die sie ganz in der Nähe aus dem Erdreich gewinnen – so genannte „kalte Fernwärme“ (wir berichteten). Das Projekt ist bisher das größte dieser Art in ganz Deutschland. Anschlusszwang besteht aber nicht.

Als wichtiges Verkaufsargument sieht Thorsten Eickstädt die Versorgung mit schnellem Internet. Gerade für junge Familien sei dies eines der wichtigsten Themen beim Grundstückskauf. Die Stadtwerke wollen mit Glasfaserrohren bis zu 50 Megabit pro Sekunde anbieten. Auch die Telekom wird Kabel verlegen.

Sollte der zweite Bauabschnitt sich ebenso schnell verkaufen wie der erste, könnte die Stadt noch in diesem Jahrzehnt der dritte und letzte Abschnitt mit 62 Bauplätzen am Kopfende des Gebiets (Richtung Klappschau) in Angriff nehmen.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 07:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen