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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 00:28 Uhr

Gottorfer Weihnachtsmarkt : Dem Sturm getrotzt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Xaver“ hat die Veranstalter des Weihnachtsmarktes auf der Schlossinsel besonders über Nacht in Atem gehalten.

von
erstellt am 07.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Dick eingepackt, den Schal um Mund und Nase gewickelt, war Claus Petersen gestern auf dem Gelände von Schloss Gottorf unterwegs. Schneeregen und Wind störten ihn bei der Arbeit. Mit seinem Unternehmen CHP-Event ist der Däne Veranstalter des ersten Weihnachtsmarktes auf Gottorf. Geplant war, ihn bereits gestern Mittag zu eröffnen, aber im Hinblick auf Sturm „Xaver“ wurde der Start vorsorglich auf den heutigen Sonnabend verschoben.

Und das zu Recht, wie sich in der Nacht zu Freitag herausstellte. Zwar standen im Innenhof der Sammlung Horn und rund um den Kreuzstall noch keine Buden und Wagen der Aussteller, mehrere große Zelte mit einer Gesamtfläche von 12 000 Quadratmetern hatte Veranstalter Petersen aber schon vor Tagen aufbauen lassen. Zwar könnte man meinen, die Zelte stünden zwischen den Gebäuden windgeschützt, aber dieser Schein trügt: „In der Nacht war die Hölle los“, sagte Petersen. „Der Wind ist über die Gebäude gegangen und hat dann kräftig runtergeschlagen.“ Er und sein Team waren ab 1 Uhr eineinhalb Stunden damit beschäftigt, die Zelte zu sichern, dann aber gab Petersen auf. „Wir konnten einfach nicht weitermachen. Das war lebensgefährlich.“ In einem Auto habe er gewartet, bis das Schlimmste vorüber war, dann stellte er erleichtert fest, dass alles gehalten hatte. Geschlafen hat der Däne in der Nacht zu Freitag insgesamt eineinhalb Stunden.

Gestern um 9 Uhr ging es dann gleich weiter mit den Aufbauarbeiten. Die zahlreichen Aussteller räumten ihre Waren in die Zelte – unter ihnen auch Margarete Dietrich aus Altenholz bei Kiel. Für sie war der verspätete Start des Marktes „etwas heikel“, aber sie lobte die Veranstalter: „Wir wurden durch regen Mail-Kontakt immer auf dem Laufenden gehalten.“ Mit ihren selbstgebastelten Deko-Artikeln ist sie eine von 86 Ausstellern, die zum Facettenreichtum des Marktes beitragen. Zusätzlich warten eine Feuershow, Eisskulpturen und Wikingervorführungen auf die Gäste. Eine weitere Besonderheit ist der Dublettenverkauf in der Bibliothek des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, bei dem Besucher von 14 bis 17 Uhr Literatur über Kunst und Volkskunde erstehen können.

Obwohl der Weihnachtsmarkt nun nur an zwei Tagen stattfindet, hofft Claus Petersen weiterhin auf regen Publikumsverkehr: „5000 bis 7000 Besucher – das ist unser größter Wunsch.“

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