Premiere im Landestheater : Dem „Mythos Marilyn“ auf der Spur

 Lindhé
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Peter Baumann hat es geschrieben, Peter Grisebach inszeniert: Morgen Abend feiert das Stück „Mythos Marilyn“ in Schleswig Premiere.

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05. Juni 2014, 07:49 Uhr

Sie war ein Sex-Symbol, eine tragische Gestalt und gilt noch heute als Ikone ihrer Zeit. Von Marilyn Monroe war Journalist, Schriftsteller und Musiker Peter Baumann schon immer fasziniert. Intensiv befasste er sich mit dem Menschen hinter der Glamour-Maske. Baumann hat aus dem Ergebnis seiner Recherchen ein Theaterstück entwickelt. Und davon war der Generalintendant des Landestheaters, Peter Grisebach, so angetan, dass er es selbst ins Szene setzte. Am morgigen Freitag hat das Stück „Mythos Marilyn“ in Schleswig Premiere, am Donnerstag, 12. Juni, wird es in Rendsburg aufgeführt.

Joanne K. Rowling schrieb ihren ersten Harry-Potter-Band in einer Kneipe in Edinburgh, Peter Baumann sein erstes Theaterstück in einem Café auf Lanzarote. Doch im Gegensatz zu Rowling war der 75-Jährige mit dem Ergebnis nicht zufrieden. „Es war gewöhnlich, eine linear erzählte Lebensgeschichte, das machen ja alle“, sagt er über seinen ersten Entwurf. Kaum zurück in der Heimat in Ellingstedt, warf er das Manuskript weg und schrieb ein neues, jetzt mit einem völlig anderen Zugang zu dem Thema. Das Stück spielt in einem Auktionshaus, in dem der Nachlass der Monroe versteigert wird. „Mit jedem Kleid, jedem Schmuckstück und jedem Bild ist ein Abschnitt ihres Lebens und Leidens verbunden, der in dieser Geschichte erzählt wird“, so Peter Baumann. Die Rolle des Auktionators spielt René Rollin.

Das Stück lebt dabei nicht nur von den Geschichten hinter den Geschichten, sondern auch von der Musik, die durch Marilyn unvergesslich wurde. Hits wie „Diamonds are a girl’s best friend“, „I wanna be loved by you“ oder „Some like it hot“ werden auf der Theaterbühne erklingen. „Wir haben sie neu und frisch arrangiert“, sagt Baumann. Damit macht er sich quasi selbst zum Teil des Stückes. Denn er und seine Band-Kollegen der „JazzRomances“ werden live für die musikalische Umrahmung sorgen, unterstützt von der schwedischen Sängerin Viveca Lindhé. Insgesamt zwölf Titel wurden dafür einstudiert.

Aus Sicht von Generalintendant Grisebach ist Baumanns Werk eine sehr intelligente Annäherung an den Stoff. Das Stück habe sich quasi von allein inszeniert, erklärt er. Musik, Szenen, akustische Einspieler aus dem Off – das habe den richtigen Fluss. Grisebach: „Alles passt wunderbar zusammen.“

> „Mythos Marilyn“, Freitag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Slesvighus; Donnerstag, 12. Juni, 19.30 Uhr, Rendsburger Theater.

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