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Prominenter Gast in Angeln : Delling füllt den Satrup-Krog

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Fernseh-Moderator plauderte über die großen und kleinen Geschichten des Profifußballs.

Seine TV-Wortgefechte mit Günter Netzer sind legendär. Zwei Fußballexperten, die sich in ihrer Moderation nichts schenkten und doch der Sportberichterstattung eine neue spannende Form verliehen haben. Gerhard Delling ist in Büdelsdorf geboren, hat seine ersten journalistischen Gehversuche beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) in Rendsburg als Fußballberichterstatter gemacht. Danach fand er über den NDR in Kiel zum Rundfunk und Fernsehen. Heute ist der 54-Jährige einer der bekanntesten Sportjournalisten Deutschlands, moderiert längst aber auch andere Themen im Fernsehen.

Dass Gerhard Delling, der alle großen Sportstätten dieser Welt kennt, nun am Mittwochabend nach Satrup gekommen ist, hat mit Familie Madsen zu tun. Manfred Madsen ist langjähriger Gemeindevertreter, ehemaliger und inzwischen stellvertretender Bürgermeister. Sein Sohn Raymond hat einst mit Gerhard Delling in der Hochschulmannschaft der Uni-Kiel Fußball gespielt. Die daraus entstandene Freundschaft hält bis heute an, und so kam der Sportjournalist gerne der Einladung nach Satrup nach.

Im Gepäck hatte er sein Buch über „50 Jahre Bundesliga“. Dieses war zwar der Leitfaden eines von Raymond Madsen geführten Interviews, aber die beiden kamen immer wieder auch einfach nur ins Plaudern – da wurde geflachst und gelacht, als ob Dellings Gegenüber nicht Madsen, sondern Netzer gewesen sei.

Der Saal des Satrup-Krogs war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Gast, von kräftigem Beifall begleitet, das Podium erklomm. „Ich wusste alles über diesen Sport“, erklärte Delling seinen Weg zum Journalismus und erinnerte sich, wie er mit dem Fahrrad von Büdelsdorf nach Rendsburg in die Redaktion fuhr, um über die Sonntagsspiele Berichte zu schreiben.

Der Sportjournalist präsentierte sich in Satrup als Star ohne Allüren, freundlich im Umgang, schlagfertig und unwahrscheinlich präsent. Dazu zeigte er sich humorvoll und jederzeit zu kleinen Späßen aufgelegt. Die Zuschauer hatten ihre Freude an den Geschichten und Begegnungen, an denen Delling seine Zuhörer teilnehmen ließ. Der Sportjournalist verbeugte sich vor der Fußballlegende Uwe Seeler, den er schon als Kind in einer Spielwarenabteilung kennen gelernt hatte und den er später als großen Sportler und Menschen kennen lernen durfte.

Legendär sei auch Dellings erste Begegnung mit Trainer-Legende Ernst Happel gewesen, der keinen Journalisten an sich ran ließ, Delling aber vorab seine Taktik im Spiel HSV gegen Bayern verriet. Natürlich durfte auch das Thema Günter Netzer nicht fehlen. „Warum er Netzer immer noch mit ,Sie’ anspricht?“, wollte ein Besucher wissen. „Es handelt sich um ein ,Sie’, das auch nach dem Verlöschen der Kameras beibehalten wird und so die für die Arbeit notwendige Distanz sichert und nicht durch einen kumpelhaften Ton verwässert wird“, erklärte Delling.

Die Einnahmen des Abends stiftet der TV-Moderator der Uwe-Seeler-Stiftung. Für zwei Besucher lohnte sich die Veranstaltung besonders: Sie gewannen zwei Eintrittskarten für das Spiel HSV gegen Bayern. Die Karten hatte das Angelner Autohaus Simon Dreesen gestiftet.





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erstellt am 11.Okt.2013 | 07:45 Uhr

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