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Enissa amani in Schleswig : Deftige Worte einer selbsternannten „Tussi“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Deutsch-iranische Komikerin begeisterte 600 Zuschauer in der „Heimat“.

Wieder war sie ausverkauft, die „Heimat“ auf der Freiheit. Dieses Mal war es die deutsch-iranische Komikerin Enissa Amani (31), die das Publikum am Donnerstagabend begeisterte. Durch zahlreiche Fernsehauftritte (unter anderem bei Stefan Raab, Markus Lanz und „Let’s dance“) ist sie bekannt und zeigte sich nun dem Schleswiger Publikum als „weiß-gekleidetes Friedenstäubchen“. Die selbsternannte „Tussi“ unterhielt so von Anfang an die 600 Zuhörer locker und lässig.

„Alter, ich bin die unlustigste aus meiner Familie! Deren Dynamik ist nun völlig gestört, weil ausgerechnet ich Comedian geworden bin“, erzählte Amani, die ihr Jura-Studium zugunsten ihrer Karriere abbrach. Während sich die hübsche Komikerin mit ihrer hellen Stimme publikumsnah zeigte, gab es gleichzeitig wortwitzige Anekdoten über Ausländer, Deutsche mit Migrationshintergrund, Schwule, Lesben oder Behinderte. Sich selbst oder ihre iranische Wurzeln schonte sie dabei nicht. Auch die vielen derben Ausdrücke nahm ihr niemand im Saal übel. Im Gegenteil: Sie traf den Nerv des Publikums. Tränen wurden gelacht. Jubelnd und klatschend belohnten die Zuhörer die Entertainerin.

„Ich mag das, wie sie mit den Eigenschaften der Nationalitäten umgeht und die eigenen Ticks auf nette Weise heraushebt“, sagte André Hermann (31), laut eigenen Angaben Wirtschaftsflüchtling aus Brasilien. Er kam zusammen mit einem der wenigen Türken an diesem Abend, Sezai Mavi (30) aus Heide, zur Veranstaltung. Beide genossen die offene und lockere Atmosphäre. Dieses Gesamtpaket gefiel auch Michael Stoldt (51), Pilot aus Kropp. „Einfach klasse“, lobte er. Und auch das schwule Paar Louis Schmidt (18) aus Husum und Steffen Breier (23) aus Itzehoe fühlte sich keinesfalls diskriminiert von Amanis Witzen. Sie waren sich einig: „Wir könnten uns wegschmeißen vor lachen.“

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