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390 Angebote : Das Volkshochschul-Programm als Wundertüte

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

34 .000 Hefte werden in diesen Tagen an die Haushalte in Stadt und Land verteilt. Nach langer Pause gibt es erstmals wieder Anfängerkurse in Russisch und Portugiesisch.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Jetzt kommen die Tage der Entscheidung. Das Programmheft fürs Frühjahrssemester liegt bereits in den meisten Briefkästen in Schleswig und Umgebung. Bald wird Volkshochschulleiter Christian Hennig wissen, welche seiner Angebote sich zu echten Rennern entwickeln und welche er absagen muss, weil sich niemand für sie interessiert. „Man hat gewisse Erfahrungswerte“, sagte er, als er das Heft gestern vorstellte, „aber es gibt immer wieder Überraschungen.“ Manche Kurse, zum Beispiel aus dem Gesundheitsbereich, haben ihre Stammkundschaft und füllen sich praktisch von selbst. Bei Computerkursen dauert es oft eine Weile, bis sich herumspricht, wie wertvoll die Kenntnisse sind, die man dort erwerben kann. So sei es zum Beispiel beim Angebot zum Bildbearbeitungsprogramm Gimp gewesen, sagte Hennig.

Wahre Wundertüten sind für ihn die Sprachkurse. Für den Schwedisch-Bildungsurlaub interessierte sich im vergangenen Jahr fast niemand. Trotzdem steht der Kompaktkurs für die letzte Augustwoche wieder im Programm. Vielleicht klappt es ja diesmal besser. Nach langer Zeit hat die Volkshochschule auch wieder Anfängerkurse in Portugiesisch und Russisch ins Programm genommen. Die Dänischkurse gehören noch immer zu den beliebtesten, sind aber nicht mehr so gefragt wie noch vor wenigen Jahren, als der Arbeitsmarkt nördlich der Grenze brummte und Deutschland in der Krise steckte.

Insgesamt umfasst das Programm 390 Angebote. Rund ein Fünftel davon ist in irgendeiner Form neu. Hennig hält an dem Konzept fest, Besucher auch mit Einzelveranstaltungen und Ausstellungen in sein Haus an der Königstraße zu locken. So wird am Dienstag, 21. Januar, um 19.30 Uhr der Kieler Fotograf Heiko Klotz von seiner Reise um den Baikalsee berichten. Am Montag, 17. Februar, um 19.30 Uhr wird in Zusammenarbeit mit Amnesty International eine Ausstellung mit Bildern aus den Todestrakten texanischer Gefängnisse gezeigt.

Im 80 Seiten starken Programmheft (Auflage: 34 000 Stück) finden sind auch wieder die Angeboten der meisten kleineren Volkshochschulen aus dem Kreisgebiet. Das Layout wurde behutsam überarbeitet. Für die Gestaltung war Joachim Mocka, der Chefgrafiker der Landesmuseen, verantwortlich. Das Titelbild zeigt zwei Skulpturen von Manfred Sihle-Wissel, dessen Werk auf Schloss Gottorf im Frühjahr in einer großen Retrospektive zum 80. Geburtstag gewürdigt wird.

 

 

 

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